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Startseite»Nachrichten»Nach Angriff auf Tanker: Ukraine will keine Eskalation mit dem Iran
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Nach Angriff auf Tanker: Ukraine will keine Eskalation mit dem Iran

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Nach Angriff auf TankerUkraine will keine Eskalation mit dem Iran

Iranische Marineschiffe bei einer Übung im Jahr 2024 im Kaspischen Meer. (Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire)

Das Kaspische Meer ist ein Kriegsschauplatz im Ukraine-Krieg. Nach einer tödlichen Attacke Kiews auf einen iranischen Tanker droht Teheran mit Vergeltung. Die Ukraine müht sich um Deeskalation.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen und die Lage erklärt. Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilte Sybiha bei X mit. Er äußerte sich nach seinem Besuch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen.

Die ukrainische Armee hatte in der vergangenen Woche Schiffe im Kaspischen Meer angegriffen, die nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj „für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden“. Der Minister räumte ein, dass dabei ein iranischer Staatsangehöriger getötet wurde. Araghtschi hatte den Angriff scharf verurteilt und mit Vergeltung gedroht. Er warf Selenskyj, der von dem Angriff berichtet hatte, einen Verstoß gegen das Völkerrecht vor und wandte sich dabei auch an die EU und Russland.

Sybiha forderte seinen Kollegen Araghtschi auf, auf eskalierende Schritte zu verzichten und jede Unterstützung für den russischen Angriffskrieg einzustellen. „Dieser Krieg ist illegal, und er muss enden“, sagte der Minister. „Alle Handlungen der Ukraine zielen ausschließlich darauf ab, unser Land gegen die russische Aggression zu verteidigen und sind niemals darauf ausgerichtet, zivile Schiffe oder Menschen anzugreifen“, erklärte Sybiha. Das Telefonat war nach Angaben seines Ministeriums der erste direkte Kontakt mit dem iranischen Außenminister seit Sybihas Amtsantritt 2024.

Angespannte Beziehungen

Araghtschi teilte seinerseits auf X mit, Sybiha habe ihm versichert, der Angriff sei „unbeabsichtigt“ gewesen. Die Ukraine strebe keine Eskalation an. Dasselbe gelte für den Iran, fügte er hinzu. Er habe seinem ukrainischen Kollegen aber deutlich gemacht, dass „jeder Angriff auf iranische Bürger oder Interessen inakzeptabel“ sei. Für entstandene Schäden müsse es einen „Ausgleich“ geben.

Die Beziehungen zwischen Kiew und Teheran sind nicht nur wegen der iranischen Unterstützung für Russland angespannt. Die Ukraine unterstützte unter anderem die Golfstaaten bei der Abwehr iranischer Drohnen, nachdem die USA und Israel mit ihrem Angriff auf den Iran im Februar einen neuen Krieg in der Region ausgelöst hatten.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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