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Startseite»Nachrichten»Weitere Menschen vermisst: Zahl der Toten nach Erdbeben in Japan steigt
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Weitere Menschen vermisst: Zahl der Toten nach Erdbeben in Japan steigt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Weitere Menschen vermisstZahl der Toten nach Erdbeben in Japan steigt

Infolge des Erdbebens kommt es in einer Mall zu einer Explosion – allein dabei sterben zwei Menschen. (Foto: picture alliance/dpa/kyodo)

In der japanischen Region Kumamoto kommt es zu einem schweren Erdbeben. Rettungsteams suchen weiter nach vermissten Personen in dem stark verwüsteten Gebiet. Die Regierung befürchtet, dass die Zahl der Opfer höher sein könnte als bisher angenommen.

Nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans steigt die Zahl der Todesopfer. Die Behörden hätten 13 Tote bestätigt, gab Ministerpräsidentin Sanae Takaichi am Tag nach dem Beben in der Präfektur Kumamoto auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu bekannt. Möglicherweise seien sogar Dutzende Menschen ums Leben gekommen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Regierungsbeamten.

Durch das Beben der Stärke 7,1 wurden Gebäude und Straßen in der Region teils stark beschädigt, Dutzende Menschen erlitten örtlichen Medienberichten zufolge Verletzungen. Zudem wird noch nach Vermissten gesucht. Die Rettungseinsätze in der Katastrophenregion dauern an in der Hoffnung, Überlebende unter den Trümmern noch rechtzeitig zu finden.

Bei einer verheerenden Explosion in einem Einkaufszentrum infolge des Bebens kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Nach stundenlangem Rettungseinsatz seien die beiden Frauen in der Nacht tot geborgen worden, berichtete der japanische TV-Sender NHK. Bei einer weiteren Person sei „Herz- und Atemstillstand“ diagnostiziert worden. Das ist eine in Japan übliche Formulierung, bevor der Tod von Menschen von einem Arzt bestätigt wird. Fünf weitere Menschen wurden verletzt geborgen.

Berühmte Burg beschädigt

Als Ursache für die Explosion wird ein Gasleck vermutet. NHK zeigte im Fernsehen Aufnahmen eines Autofahrers vom Moment der enormen Explosion, die Decken und Wände einstürzen ließ und das Stahlgerüst des Gebäudes freilegte. Laut dem Betreiber waren Mitarbeiter und Kunden zu diesem Zeitpunkt bereits wegen des Bebens aus dem Einkaufszentrum evakuiert worden.

In einer Papierfabrik stürzte zudem ein Schornstein ein. Auch dort wurden zwei Personen mit Herz- und Atemstillstand aufgefunden, wie NHK am nächsten Morgen berichtete. Mehrere Menschen galten als vermisst. Die nationale Wetterbehörde warnte auch für die kommenden Tage vor möglichen weiteren starken Erschütterungen in der Region.

Die Präfektur Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Dutzende Menschen kamen damals ums Leben, Zehntausende mussten zeitweise in Notunterkünften untergebracht werden. Zudem gab es schwere Schäden an Gebäuden, darunter an der berühmten Burg von Kumamoto. Infolge des erneuten Bebens wurde die Steinmauer der Burg beschädigt.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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