In Bulgarien ist eine Drohne explodiert. Dabei handele es sich um einen häufig von der Ukraine verwendeten Typen, so Bulgariens Regierung. Von Absicht gehe man nicht aus – Kiew erklärte sich zur Aufklärung bereit.
In den Luftraum des NATO- und EU-Mitgliedstaates Bulgarien ist eine mutmaßlich ukrainische Drohne eingedrungen und nahe einer Gas-Pipeline explodiert. Nach einer ersten Untersuchung der Trümmer erklärte das bulgarische Verteidigungsministerium, es handle sich um einen Drohnentyp, der von den ukrainischen Streitkräften „häufig verwendet“ werde.
Derzeit deute nichts darauf hin, dass der Vorfall vorsätzlich gewesen sei, heißt es in der Erklärung weiter. Außenministerin Welislawa Petrowa bestellte die ukrainische Botschafterin für Montag ein.
Ukraine: Nicht absichtlich Richtung Bulgarien
Die Ukraine erklärte sich „uneingeschränkt offen“ bereit, den Vorfall gemeinsam mit Bulgarien aufzuklären. „Wir können mit Sicherheit sagen, dass die ukrainischen Streitkräfte absichtlich keine Mittel in Richtung Bulgarien gerichtet haben“, sagte Außenamtssprecher Georgij Tichyj in Kiew. Man stehe „in engem Kontakt mit der bulgarischen Seite“.
Angesichts der Wucht der Explosion und der schwarzen Rauchsäule sei die Drohne offenbar mit Sprengstoff beladen gewesen, sagte Verteidigungsminister Dimitar Stoyanov.
Das Flugobjekt sei auf bulgarischem Staatsgebiet in einer Entfernung von 100 Metern von der rumänischen Grenze explodiert, sagte Ministerpräsident Rumen Radew nach einer Sitzung des Sicherheitsrates bei der Regierung in Sofia. Der Absturzort auf einem Sonnenblumenfeld liege etwa einen Kilometer von einer bulgarischen Kompressionsstation der Transbalkan-Pipeline entfernt. Es habe keine Verletzten und auch keine Sachschäden gegeben.
