Angefacht durch starke Winde haben sich im Westen Kanadas Waldbrände rasend schnell ausgebreitet. Die Provinz British Columbia rief daraufhin den Notstand aus. Teils mussten eingeschlossene Menschen aus der Luft gerettet werden.
Wegen außer Kontrolle geratener Waldbrände hat die westkanadische Provinz British Columbia den Notstand ausgerufen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, nachdem sich die Flammen schnell ausgebreitet hatten. „Häuser sind verloren gegangen und Anwesen wurden zerstört“, sagte der Regierungschef von British Columbia, David Eby. Einige Menschen seien von den Flammen eingeschlossen worden und hätten aus der Luft gerettet werden müssen. Die Lage bleibe bedrohlich.
Besonders betroffen ist eine Wein- und Obstbauregion am Okanagan-See, wo sich die Fläche des sogenannten Bald-Range-Feuers auf rund 9.500 Hektar verdoppelte. In ganz British Columbia sind rund 1.500 Feuerwehrleute im Einsatz. Kanadas Premier Mark Carney dankte im Onlinedienst X den Feuerwehrleuten und Rettungskräften dafür, dass sie „unermüdlich für die Sicherheit der Menschen arbeiten“. Die Behörden haben für mehr als 100 Brände 38 Evakuierungsanordnungen und 49 Warnungen herausgegeben.
Tausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen – einige Straßen in British Columbia wurden gesperrt
Waldbrandgefahr durch Klimawandel erhöht
Heißes und trockenes Wetter begünstigt in weiten Teilen Kanadas die Waldbrände. Auch die Provinzen Ontario und Québec hatten bereits mit größeren Feuern zu kämpfen. Nach Angaben des nationalen Waldbrandzentrums haben die Brände im bisherigen Jahresverlauf landesweit eine Fläche von fast vier Millionen Hektar erfasst.
Einer aktuellen Studie der Forscher der Gruppe World Weather Attribution (WWA) zufolge hat der menschengemachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada in diesem Jahr mehr als verdoppelt.
