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Startseite»Nachrichten»90 Milliarden Barrel im Spiel: US-Regierung steht wohl kurz vor Öl-Abkommen mit Venezuela
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90 Milliarden Barrel im Spiel: US-Regierung steht wohl kurz vor Öl-Abkommen mit Venezuela

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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90 Milliarden Barrel im SpielUS-Regierung steht wohl kurz vor Öl-Abkommen mit Venezuela

Laut Axios führt US-Außenminister Marco Rubio Gespräche mit Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Gelingt der US-Regierung der nächste Deal? Insidern zufolge laufen die Verhandlungen zur Sicherung venezolanischen Öls auf Hochtouren. Für Präsident Trump wären günstige Ölimporte mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen von großer Bedeutung.

Die US-Regierung steht Insidern zufolge kurz vor einem Abkommen zur langfristigen Sicherung von venezolanischen Ölreserven. Ziel sei es, US-Unternehmen die Erschließung einer Gruppe von Ölfeldern zu überlassen und so die Versorgung der USA zu garantieren, sagten mit den Verhandlungen vertraute Personen.

Diskutiert werde ein Pachtmodell für 17 Felder, die anschließend an US-Produzenten vergeben werden könnten. Laut Axios-Bericht drehen sich die Verhandlungen um ein Vorkommen von 90 Milliarden Barrel Erdöl. Dies ist fast ein Drittel von Venezuelas nachgewiesenen Ölreservern von 300 Milliarden Barrel.

Im Gegenzug für ihre Beteiligung an den Ölfeldern bieten die Vereinigten Staaten laut Axios an, dass private Unternehmen, darunter auch US-Firmen, die Ölfelder entwickeln und Venezuela so mehr Öl-Einnahmen bescheren. Sollte der Deal gelingen, würden sich die US-Ölreserven dem Bericht zufolge mehr als verdoppeln – zu einer Zeit, in der der Umfang der strategischen Ölreserven der Vereinigten Staaten den niedrigsten Stand seit 40 Jahren erreicht hat. Ein Pachtabkommen könnte Experten zufolge jedoch auf rechtliche Hürden stoßen, da die Verfassung des südamerikanischen Landes die Kernaktivitäten der Ölindustrie dem Staat vorbehält.

Die Gespräche werden dem Bericht zufolge von US-Außenminister Marco Rubio und Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt. US-Energieminister Chris Wright plant demnach bereits, in der kommenden Woche nach Caracas zu reisen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erwägt Venezuela zudem den Austritt aus der OPEC, der Organisation erdölexportierender Länder, um die Beziehungen zu den USA weiter zu stärken. Die US-Regierung äußerte sich bislang nicht zu den Berichten. Das Weiße Haus verwies auf das US-Energieministerium, das die Angelegenheit bisher ebenso wenig kommentierte wie die venezolanische Regierung.

Trump unter Druck

Seit der Festnahme und Absetzung des ehemaligen Präsidenten Nicolas Maduro durch die USA im Januar bemüht sich die Regierung in Washington um einen stabilen Fluss von venezolanischem Rohöl. Damit sollen die heimischen Raffinerien versorgt und die strategische Ölreserve der USA wieder aufgefüllt werden. Diese war nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 und dem Ausbruch des Iran-Krieges im Februar stark beansprucht worden.

US-Präsident Donald Trump steht vor den Zwischenwahlen in diesem Jahr wegen steigender Benzinpreise unter Druck. Günstigere Ölimporte könnten hier für Entlastung sorgen.

Quelle: ntv.de, nbr/rts/AFP

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