Zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl verliert die Linkspartei im BerlinTrend an Zuspruch und fällt hinter die CDU zurück. Die regierende Koalition aus CDU und SPD hätte aber keine Mehrheit mehr.
Zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin verliert die Linke an Zuspruch. Das geht aus dem aktuellen BerlinTrend von infratest dimap im Auftrag der rbb24 Abendschau und von rbb 88.8 hervor. Demnach legt die CDU um einen Prozentpunkt zu und übernimmt nun mit 21 Prozent die Spitzenposition. Hinter ihr folgt die Linke mit 19 Prozent, die damit drei Punkte verliert. Grüne und AfD liegen gleichauf bei 18 Prozent, wobei die Grünen einen und die AfD zwei Prozentpunkte zulegt. Die SPD verliert einen Punkt und erreicht mit elf Prozent einen neuen Tiefstwert. Das BSW legt um einen Prozentpunkt zu auf vier Prozent.
Die aktuelle Koalition aus CDU und SPD hätte damit wie in vorherigen Umfragen keine Mehrheit mehr. Grüne und SPD könnten sich weiterhin aussuchen, ob sie unter CDU- oder Linken-Führung ein Dreierbündnis eingehen wollen. Bei der Frage, wer im Falle einer Direktwahl Regierender Bürgermeister oder Regierende Bürgermeisterin werden sollte, liegen CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers und seine Linken-Kontrahentin Elif Eralp mit jeweils 13 Prozent gleichauf. Dahinter folgen Steffen Krach von der SPD mit neun Prozent, AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker mit sieben und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf mit vier Prozent. Eine Mehrheit von 54 Prozent weiß auf die Frage keine Antwort oder machte keine Angaben.
Wohnen und Mieten weiterhin Top-Thema im BerlinTrend
Beherrschendes Thema der Stadt bleiben weiterhin die hohen Mieten. 32 Prozent der Befragten geben weiterhin „Wohnen/Mieten“ als wichtigstes politisches Problem an. Alle anderen Themen folgen mit weitem Abstand. Allerdings verlieren Verkehrs- und Mobilitätsprobleme an Bedeutung – genannt von acht Prozent der Befragten -, stattdessen gewinnen die Themen Flüchtlinge/Einwanderung sowie Innere Sicherheit/Kriminalität an Bedeutung mit jetzt zehn bzw. neun Prozent.
Die Unzufriedenheit mit dem derzeitigen schwarz-roten Senat befindet sich derweil mit 77 Prozent weiter auf hohem Niveau. Nur 19 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit des Senats zufrieden. Für die repräsentative Erhebung befragte infratest dimap zwischen vergangenem Donnerstag und diesem Montag insgesamt 1.279 Personen sowohl telefonisch als auch online.
Sendung:
