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Startseite»Nachrichten»Auch russische Kampagnen: NGO stellt massive Desinformation vor Wahl in Sachsen-Anhalt fest
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Auch russische Kampagnen: NGO stellt massive Desinformation vor Wahl in Sachsen-Anhalt fest

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Auch russische Kampagnen NGO stellt massive Desinformation vor Wahl in Sachsen-Anhalt fest

Russische Netzwerke wie „Matrjoschka“ und „Storm-1516“ sollen vor der Landtagswahl Politiker diffamiert haben. (Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD geht aus der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als klarer Sieger hervor, auch wenn sie die absolute Mehrheit verfehlt hat. Im Vorfeld der Wahl sollen unter anderem russische Akteure versucht haben, das Ergebnis zu beeinflussen. Eine Initiative fordert nun konkrete Maßnahmen.

Wahlbeobachter der Organisation Plattform Wahlen haben bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine nennenswerten Zwischenfälle am Wahltag festgestellt, dafür aber gezielte Desinformation vorab. „Die Landtagswahlen waren gekennzeichnet durch massive inländische und ausländische Desinformationskampagnen, die die Glaubwürdigkeit des Wahlprozesses erschüttern sollten“, sagte die Gründerin Stefanie Schiffer.

Plattform Wahlen zufolge gab es mehrere Einflussnahmen, die russischen Akteuren zugeschrieben werden können. So hätten russische Propaganda-Netzwerke wie Operation Overload („Matrjoschka“) oder „Storm-1516“ versucht, die Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, SPD, FDP, Linke und Grünen aus Sachsen-Anhalt zu diskreditieren.

Der Bericht fußt laut Plattform Wahlen auf der Beobachtung von Stimmabgabe und -auszählung der Urnen- und Briefwahl in 209 von rund 2600 Wahllokalen, einer Analyse ausländischer Informationsmanipulation in Zusammenarbeit mit der Forschungseinrichtung CeMAS aus Berlin sowie Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Wahlorgane.

Angesichts der Ergebnisse fordert die Organisation ein koordiniertes Vorgehen gegen russische Manipulation und eine klare gesetzliche Regelung für internationale und zivilgesellschaftliche Wahlbeobachtung in Deutschland. „Wahlleitungen und Aufsichtsbehörden brauchen klare Mechanismen, um Desinformationskampagnen schnell zu erkennen, zuzuordnen und öffentlich zu benennen“, sagte Schiffer.

Plattform Wahlen wird von der Europäischen Austausch gGmbH und der Europäischen Plattform für Demokratische Wahlen getragen. Ihr Ziel ist nach eigenen Angaben eine unabhängige Wahlbewertung nach internationalen Standards, etwa des Europarats und der OECD. 

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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