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Startseite»Nachrichten»„In die Hose geschissen“: Fury sagt Kampf gegen Joshua mit wüster Tirade ab
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„In die Hose geschissen“: Fury sagt Kampf gegen Joshua mit wüster Tirade ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„In die Hose geschissen“

Fury sagt Kampf gegen Joshua mit wüster Tirade ab

Die Boxwelt wartet eigentlich nur darauf, wann und wo die Schwergewichts-Stars Tyson Fury und Anthony Joshua kämpfen. Doch Fury klingt plötzlich ganz anders und fordert stattdessen einen alten Bekannten.

Seit einem Jahrzehnt wartet die Boxwelt auf den Kampf zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua. Zuletzt sah es so aus, als gehe es nur noch um Formalitäten. Schließlich haben die Briten schon ihre Tinte unter Kampfverträge gesetzt, Streaming-Gigant Netflix und der saudische Boxmogul Turki Al-Sheikh werfen mit Dollars um sich. Für die Ex-Weltmeister, die nach Ansicht der meisten Experten ihren Zenit überschritten haben – Fury ist 37, Joshua 36 Jahre alt -, ist das Ganze eigentlich ein „No Brainer“. Einen größeren und ertragreicheren Kampf dürften sie auf der Zielgeraden ihrer Karrieren nicht mehr bekommen.

Aber es gibt ein Problem: Netflix wünscht sich, dass der Kampf in den USA stattfindet. Als Schauplatz erkoren die Strippenzieher den legendären Madison Square Garden in New York aus, am 20. November soll es soweit sein. Dass der langersehnte Battle of Britain jenseits des Großen Teichs und nicht in England stattfinden soll, kommt auf der Insel naturgemäß mies an. Joshua und sein Promoter Eddie Hearn pochen darauf, dass der Kampf im Londoner Wembley-Stadion landet. Laut Hearn ist Joshua dies auch vertraglich zugesichert. Kurzum: Es wird wieder verhandelt.

Im Gespräch mit ntv Sport räumte Furys Promoter Frank Warren ein, „dass momentan alles komplett durcheinander ist. Es ist ziemlich traurig. Aber ich bin ein Optimist und hoffe, dass sie das lösen. Wir haben Gespräche geführt und – Daumen gedrückt – ist es bis Ende der Woche über der Linie“, sagte der 74-Jährige.

Box-Weltmeister Kabayel feiert – und kündigt neues Ziel an

Fury verspottet Joshua und will Usyk

Warrens Protegé klingt allerdings ganz anders. Via Social Media ließ Fury eine Tirade an die Adresse Joshuas vom Stapel und sagte den Kampf quasi ab. „Es sieht also so aus, als hätte sich AJ mal wieder in die Hose geschissen. Nach elf Jahren hat er sich jetzt endlich wieder in die Hose geschissen“, pestete der „Gypsy King“ in einem Video. Stattdessen nahm der 2,06-Meter-Riese Schwergewichts-König Oleksandr Usyk ins Visier. Der Ukrainer, der Joshua in sein Team aufgenommen hat, wisse, dass sein Schützling „ein willensschwaches Stück Scheiße ist und niemals gegen den Gypsy King kämpfen würde – wozu du immerhin zweimal den Mut hattest.“

Usyk, mittlerweile 39 Jahre alt, hatte Fury im Jahr 2024 zweimal nach Punkten geschlagen – es sind die einzigen Niederlagen in der Karriere des Engländers. „Also machen wir es noch einmal. Lass uns im November einen weiteren Kampf austragen. Der Ball liegt jetzt wieder bei dir. Willst du dieses Jahr, 2026, gegen mich kämpfen, oder hörst du auf? Sag mir Bescheid, denn ich suche jetzt nach einem neuen Gegner“, sagte Fury.

Usyk hatte Ende Juni seine WM-Titel von WBA, WBC und IBF niedergelegt. Beim Verband WBC rückte dadurch der Bochumer Agit Kabayel zum Weltmeister auf, er ist der erste deutsche Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling vor 94 Jahren. Usyk trägt noch immer den prestigeträchtigen Gürtel der amerikanischen Box-Bibel „The Ring“ und den immateriellen Titel des „linearen Weltmeisters“, den er im Ring nicht verloren hat. Die Linie jener Weltmeister geht zurück bis ins Jahr 1885. Ikonen wie Joe Louis, Rock Marciano, Muhammad Ali oder Mike Tyson hielten den mythischen Titel.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar

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