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Startseite»Nachrichten»Zwei Tote und mehrere Verletzte: Nach dreitägiger Feuerpause greift Russland erneut Kiew an
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Zwei Tote und mehrere Verletzte: Nach dreitägiger Feuerpause greift Russland erneut Kiew an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Zwei Tote und mehrere VerletzteNach dreitägiger Feuerpause greift Russland erneut Kiew an

In mehreren Stadteilen Kiews bricht Feuer aus. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die US-Gesandten Kushner und Witkoff treffen Putin in Moskau und erstmals Selenskyj in Kiew. Danach sprechen sie von Chancen auf neue Friedensgespräche. Doch nach mehrtägiger Feuerpause greift Russland Kiew erneut mit Raketen und Drohnen an.

Nach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs der Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in der Ukraine hat Russland seine Luftangriffe auf Kiew wieder aufgenommen. In der Nacht wurden Explosionen aus der ukrainischen Hauptstadt gemeldet, eine Schule, Lagerhallen und Autos seien im Zuge der Raketen- und Drohnenangriffe beschädigt worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf Behördenangaben.

Herabfallende Trümmerteile beschädigen der Militärverwaltung zufolge auch zwei Mehrfamilienhäuser. Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko wurden mehrere Menschen in einem Wohnhaus verschüttet, außerdem brachen Brände in Nichtwohngebäuden aus. Lokale Behörden gehen von mindestens zwei Toten und sieben Verletzten aus.

Das genaue Ausmaß der Angriffe und Schäden ist noch unklar. Nach Angaben der Behörden wurden neben Kiew auch in Boryspil östlich von Kiew sowie in der rund 70 Kilometer südwestlich gelegenen Stadt Fastiw Gebäude getroffen. Während in Kiew Explosionen zu hören sind, lässt das benachbarte Nato- und EU-Mitglied Polen Kampfflugzeuge aufsteigen. Damit solle der eigene Luftraum vor einer möglichen Luftraumverletzung geschützt werden, teilen die Streitkräfte auf X mit. 

Aus dem russischen Gebiet Saratow, rund 500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze, wurden ebenfalls Angriffe gemeldet. Ukrainische Drohnen hätten zivile Infrastruktur getroffen, nach ersten Erkenntnissen seien mehrere Menschen verletzt worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Verweis auf den Gouverneur von Saratow. In der Region Saratow befinden sich eine große Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Rosneft sowie weitere industrielle und militärische Anlagen. Die Angaben beider Kriegsparteien konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Trumps Gesandte verhandeln mit Kriegsparteien

Tass hatte zuvor bestätigt, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei. Putin hatte zuvor angeordnet, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew für drei Tage einzustellen. Diese Entscheidung hänge mit der „Vorbereitung und Aufnahme von Kontakten“ mit der in Kiew erwarteten US-Delegation zusammen, zitierte Tass am Samstag Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die Ukraine erklärte sich ebenfalls bereit, Luftangriffe auf die russische Hauptstadt zu unterlassen.

Trumps Gesandter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, hatten am Wochenende zum wiederholten Mal Moskau und danach erstmals auch Kiew besucht. Dort verhandelten sie mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj über mögliche Lösungswege zur Beendigung des Krieges, den Russland begonnen hatte. Zudem brieften sie die in Kiew anwesenden Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens.

Ergebnisse der Gespräche wurden nicht bekannt. Witkoff bezeichnete die Gespräche in Moskau und Kiew über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges am Montag als erfolgreich. Zudem stellte er die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche in Aussicht. Bisherige Gesprächsrunden unter Beteiligung von Unterhändlern der USA, Russlands und der Ukraine brachten keinen Durchbruch.

In den Wochen vor der Ankunft Kushners und Witkoffs in Kiew hatte Russland die Ukraine verstärkt mit Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen angegriffen, während die ukrainischen Streitkräfte überwiegend auf schnelle und weitreichende Drohnen, aber auch auf Marschflugkörper setzten.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/dpa/rts

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