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Startseite»Nachrichten»Software-Aktien unter Druck: Hoher Ölpreis macht Wall Street zu schaffen
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Software-Aktien unter Druck: Hoher Ölpreis macht Wall Street zu schaffen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Software-Aktien unter DruckHoher Ölpreis macht Wall Street zu schaffen

Die Analysten sehen den Iran-Krieg inzwischen nicht mehr als vorübergehende Erscheinung. (Foto: AP Photo/Yuki Iwamura)

Die nächste Zinsentscheidung der Fed rückt näher und die US-Anleger rechnen mehrheitlich mit einer Erhöhung. Hohe Ölpreise infolge des Iran-Krieges und KI-Ängste in der Software-Branche drücken zusätzlich auf die Stimmung an der Wall Street.

Die Furcht vor einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg und Zurückhaltung vor wichtigen US-Inflationsdaten haben die Wall Street belastet. Während die Ölpreise aufgrund der geopolitischen Spannungen erstmals seit Wochen wieder bis knapp an die Marke von 100 Dollar stiegen, gerieten insbesondere Software-Entwickler unter Druck.

Der Standardwerteindex Dow Jones verlor 1,2 Prozent auf 52.786 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,3 Prozent auf 26.421 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,6 Prozent auf 7674 Stellen ein.

Anleger warten gespannt auf die in dieser Woche anstehenden Berichte zu den Erzeuger- und Verbraucherpreisen. Diese gelten als entscheidend für die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am 15. und 16. September. Nach einem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht für August rechnen Händler dem FedWatch-Tool der Börse CME zufolge mittlerweile mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent mit einer Zinserhöhung. Zudem machten die zuletzt gestiegenen Renditen sicherer US-Staatsanleihen den Kauf von Aktien für Investoren weniger attraktiv.

KI schickt Software-Aktien auf Talfahrt

Im Technologiesektor sorgte die Vorstellung des neuen Modells GPT-6 Astra von OpenAI für Unruhe. Die Sorge, dass Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend Dienstleistungen spezialisierter Software-Firmen ersetzen könnte, schickte Aktien von Salesforce, ServiceNow und Intuit auf Talfahrt. Der S&P-Branchenindex für Software und Dienstleistungen fiel den zweiten Tag in Folge.

Astra habe die Ängste vor einem Umbruch in der Softwarebranche neu entfacht, sagte Jed Ellerbroek, Portfoliomanager bei Argent Capital Management. „Dies hat den alten Trend wieder aufleben lassen, an den wir uns eine Zeit lang gewöhnt hatten: Halbleiteraktien und Profiteure von Investitionen in Rechenzentren entwickeln sich gut, während Softwareaktien schlecht abschneiden.“ Entsprechend legten Intel und Qualcomm zu, nachdem sie eine Vereinbarung mit Amazon zur Entwicklung maßgeschneiderter KI-Chips geschlossen hatten.

Apple gaben einen Tag vor einer Veranstaltung nach, auf der das Unternehmen unter seinem neuen Chef John Ternus voraussichtlich sein neuestes Smartphone vorstellen wird. Krypto-Aktien wie Coinbase und MicroStrategy gaben am Dienstag nach, da sich der Bitcoin von der Marke von 80.000 Dollar entfernte.

S&P 500 liegt zwölf Prozent im Plus

Ein weiterer Belastungsfaktor für den Aktienmarkt blieb der Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Nachdem vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen im Jemen saudische Energieanlagen angegriffen und in Brand gesetzt hatten, stieg der Ölpreis auf ein Sechs-Wochen-Hoch. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus verlangsamte sich, zumal der Iran am Montag mit Vergeltung für etwaige neue US-Angriffe gedroht hatte.

Der Konflikt sehe allmählich weniger nach einer vorübergehenden Störung aus, sondern vielmehr nach einem längerfristigen Hintergrundszenario für die Märkte, erklärte Jeff DerGurahian, Chefinvestor bei loanDepot. Von den steigenden Ölpreisen profitierten Energiekonzerne wie Marathon Petroleum und Occidental Petroleum, deren Aktien zulegten.

Trotz der jüngsten Verluste liegt der S&P 500 im Jahr 2026 bislang rund zwölf Prozent im Plus und notiert nur etwa ein Prozent unter seinem Rekordhoch vom 13. August. LSEG-Daten zufolge wird der Leitindex derzeit mit dem 19-fachen der erwarteten Gewinne bewertet, nach einem Faktor von 21 Anfang Juni. Diese niedrigere Bewertung spiegelt die gestiegenen Gewinnerwartungen nach einer starken Berichtssaison für das zweite Quartal wider.

Alles Weitere zum heutigen Börsengeschehen finden Sie hier. 

Quelle: ntv.de, mau/rts

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