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Startseite»Nachrichten»Vorfall in Berlin-Neukölln: Vergewaltigung in Jugendzentrum – Kommission sieht Behördenversagen
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Vorfall in Berlin-Neukölln: Vergewaltigung in Jugendzentrum – Kommission sieht Behördenversagen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Vorfall in Berlin-NeuköllnVergewaltigung in Jugendzentrum – Kommission sieht Behördenversagen

Der Vorfall ereignete sich im Berliner Stadtteil Gropiusstadt, welcher im Süden des Bezirks Neukölln liegt. (Foto: IMAGO/Schöning)

In einem Jugendzentrum in Berlin-Neukölln soll eine 16-Jährige von Jugendlichen vergewaltigt und später erpresst worden sein. Die Polizei erfährt davon erst Wochen später – unter anderem wegen zahlreicher Fehler von Sozialarbeitern, wie nun eine Kommission feststellt.

Nach Vergewaltigungsvorwürfen in einem Berliner Jugendzentrum hat eine Untersuchungskommission zahlreiche Fehler von Sozialarbeitern sowie Behördenversagen festgestellt. Eine bewusste Vertuschung mutmaßlicher sexueller Übergriffe habe man aber nicht erkennen können, hieß es in dem Bericht der unabhängigen Kommission, die im Auftrag des Bezirks Neukölln arbeitete. Die betroffene Jugendliche fühle sich unterstützt, „aber insgesamt geht es ihr nicht gut“.

In dem Jugendclub im Stadtteil Gropiusstadt soll eine 16-Jährige von Jugendlichen Ende 2025 vergewaltigt und später bedrängt worden sein. Die Polizei erfuhr davon erst durch die Anzeige des Vaters im Februar 2026. Weder das Jugendzentrum noch später das zuständige Jugendamt des Bezirks erstattete Anzeige. Inzwischen ermitteln das Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft Berlin. Das Jugendzentrum ist seit dem 13. März geschlossen.

Es bestand der Verdacht, dass der Vorfall nicht gemeldet wurde, um die muslimischen mutmaßlichen Täter nicht zu stigmatisieren. Für diesen Vorwurf gebe es keine konkreten Anhaltspunkte, stellte die Untersuchungskommission fest.

Das Jugendamt hätte bei ersten Hinweisen auf Probleme eine eigene Einschätzung vornehmen und ein eigenes Schutzkonzept für Mädchen entwickeln müssen und dies nicht dem Jugendzentrum überlassen dürfen, hieß es. Auch ein Video und Erpressungen von Mädchen durch männliche Jugendliche sowie die von der Jugendlichen gewünschte Strafanzeige hätte das Jugendamt einbeziehen müssen.

Die zuständige Jugendstadträtin Sarah Nagel von der Linken, die demnächst aus dem Amt scheidet, sagte, es seien fachliche Fehler gemacht worden, „auf allen Ebenen“. An die Adresse der Jugendlichen fügte sie hinzu: „Ihr seid nicht ausreichend geschützt und gehört worden. Das hätte nicht passieren dürfen.“

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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