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Startseite»Nachrichten»Befragung zum Mord von Fabian: Gina H. verstrickt sich in Widersprüche zu ihrem Alibi
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Befragung zum Mord von Fabian: Gina H. verstrickt sich in Widersprüche zu ihrem Alibi

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Befragung zum Mord von FabianGina H. verstrickt sich in Widersprüche zu ihrem Alibi

Nicht zum ersten Mal macht die Angeklagte vor Gericht widersprüchliche Angaben. (Foto: picture alliance/dpa)

Im Prozess um den getöteten Fabian aus Güstrow wird die Angeklagte in Rostock erneut verhört. Dabei macht Gina H. widersprüchliche Äußerungen zu ihrem Alibi.

Die im Mordfall Fabian angeklagte Gina H. bestreitet weiterhin, den damals achtjährigen Jungen aus Güstrow im Oktober 2025 getötet zu haben. Doch während ihrer Befragung am 28. Prozesstag kommen Widersprüche zum Vorschein, die klar gegen ihr Alibi sprechen.

Gina H. hatte vergangene Woche gesagt, sie sei am Tag der Tat von ihren Großeltern nach Güstrow geschickt worden, um dort Geld abzuheben. Dort habe sie allerdings bemerkt, dass sie ihre Bankkarte zu Hause vergessen habe. Laut dem Vorsitzenden Richter Holger Schütt haben die Großeltern später jedoch erklärt, dass Gina H. am Tattag den ganzen Vormittag zu Hause verbracht habe.

Der Richter stellte daraufhin den von der Angeklagten genannten Grund – Geld abheben für die Großeltern – für die Fahrt nach Güstrow infrage. Immerhin habe sie auch in den Folgetagen trotz zunächst gegenteiliger Aussage das Geld nicht abgehoben. „Warum war das nicht so eilig?“, fragte er die Angeklagte. Eine klare Antwort konnte die Beschuldigte darauf nicht geben.

„Vorteile durch Lügen“

Es ist nicht das erste Mal, dass Gina H. durch widersprüchliche Angaben vor Gericht auffällt. Immer wieder stellt sie fragwürdige Behauptungen auf, Prozessbeobachter haben große Zweifel am Wahrheitsgehalt ihrer Ausführungen. „Die Gefangene versucht immer wieder, durch Lügen Vorteile herauszuschlagen“, heißt es in einem Eintrag aus dem Strafvollzug, der vor Gericht verlesen wurde.

Etwa habe sie und später behauptet, die „Telefonate hätten nicht stattgefunden“ – weil ihre Großeltern geschlafen hätten. So habe sie zusätzliche Telefonate erreichen wollen. Ein BKA-Fallanalytiker hatte Gina H. an einem früheren Prozesstag als egozentrisch, eifersüchtig, kontrollierend und mit einem großen Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Anerkennung beschrieben.

Frage von Fabians Mutter geplant

Laut Anklage soll Gina H. den kleinen Fabian am 10. Oktober 2025 aus seinem Zuhause in Güstrow gelockt und dann an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich der Kleinstadt, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. Die Angeklagte streitet eine Beteiligung an der Tat ab.

Nach RTL/ntv-Informationen ist neben den Fragen des Gerichts auch eine Gegenüberstellung mit Fabians Mutter Dorina L. geplant. Anfang September hatte sie sich in einem Interview mit dem „Stern“ eine lebenslange Freiheitsstrafe für die Angeklagte gewünscht. „Ich will, dass sie nie wieder in Freiheit lebt. Das bringt mir Fabian nicht wieder. Aber dann weiß ich wenigstens, dass sie so etwas nicht noch jemandem antun kann.“

Quelle: ntv.de, apr/dpa

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