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Saudi-Arabien warnt Huthi-Miliz: „Abscheulicher Angriff“ auf Mekka sorgt für Empörung in der muslimischen Welt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Saudi-Arabien warnt Huthi-Miliz„Abscheulicher Angriff“ auf Mekka sorgt für Empörung in der muslimischen Welt

Jedes Jahr pilgern Millionen Gläubige in die saudi-arabische Stadt Mekka. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Die Huthis aus dem Jemen vertreten islamistische Ansichten. Dass ausgerechnet sie den heiligsten Ort des Islam attackiert haben sollen, führt zu scharfen Reaktionen. Die Miliz selbst wiegelt ab.

Saudi-Arabien hat der jemenitischen Huthi-Miliz einen Drohnenangriff auf die für Muslime heilige Stadt Mekka vorgeworfen und vor einer „roten Linie“ gewarnt. Die von Riad angeführte Militärkoalition gegen die proiranischen Huthis erklärte, die saudi-arabische Luftabwehr habe die „feindliche“ Drohne abgewehrt. Der Vorfall sorgte in der muslimischen Welt für Empörung und könnte den Konflikt in der Region weiter verschärfen. Die Huthis wiesen die Vorwürfe aber als „Lüge“ zurück.

Die Militärkoalition erklärte, die Drohne sei zerstört worden, „bevor sie in den gesperrten Luftraum der heiligen Stadt“ eingedrungen sei. Das Bündnis kündigte Vergeltungsmaßnahmen an und erklärte mit Blick auf die heiligste Stadt des Islam, „die Sicherheit der beiden heiligen Moscheen und der Pilger ist eine rote Linie“. Das saudi-arabische Außenministerium warf den Huthis einen „feigen Terrorangriff“ vor.

Die vom Iran unterstützten Huthis bestritten dagegen, Mekka mit einer Drohne angegriffen zu haben. „Die Behauptungen über einen Angriff auf Mekka sind eine abgedroschene Lüge“, erklärte Huthi-Funktionär Hasem al-Assad bei X. Diese sei „schon früher benutzt“ worden und könne „niemanden mehr täuschen“.

Die Stadt Mekka im Westen Saudi-Arabiens soll der Geburtsort des Propheten Mohammed sein. In ihr steht die Große Moschee mit der Kaaba, wo sich jährlich Millionen Pilger zum Hadsch versammeln, einer der fünf Säulen des Islam. Dabei sollen die Gläubigen die letzte Pilgerreise des Propheten Mohammed vor 1400 Jahren nachempfinden.

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit prangerte den angeblichen Drohnenangriff auf Mekka als „abscheulich“ an. Die Organisation, der 57 muslimische Staaten angehören, verurteilte „die abscheulichen Angriffe der Huthi-Gruppe auf die Stadt Mekka und die Region Medina sowie deren anhaltende Aggression gegen das Königreich Saudi-Arabien“. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil Fahmy, sprach von einem „extrem schwerwiegenden“ Vorfall.

„Sind sie keine Muslime?“

Riad hatte am Dienstag Angriffswarnungen für mehrere Landesteile ausgegeben, darunter für Mekka. „Ich werde nicht verbergen, dass wir Angst haben“, sagte ein Bewohner der Stadt. „Sind sie (die Huthis) keine Muslime? Sie nehmen die heiligste Stadt ins Visier. Was gibt es da anzugreifen?“

Huthi-Sprecher Jahja Saree bestritt ebenfalls einen Drohnenangriff auf Mekka. Seinen Angaben zufolge griff die Miliz am Mittwoch eine Ölanlage sowie einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien an. „Unsere Einsätze zielen auf Ölanlagen und Militärstützpunkte ab, die weit entfernt von den heiligen Stätten liegen.“

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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