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Startseite»Nachrichten»Zusage der Miliz an Washington?: USA treffen sich offenbar mit Huthis – saudischer Kampfjet abgeschossen
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Zusage der Miliz an Washington?: USA treffen sich offenbar mit Huthis – saudischer Kampfjet abgeschossen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Zusage der Miliz an Washington?USA treffen sich offenbar mit Huthis – saudischer Kampfjet abgeschossen

Huthi-Kämpfer stehen auf den Überresten eines saudischen Kampfjets, der über dem Jemen abgeschossen worden sein soll. (Foto: via REUTERS)

Mit ihrem Vormarsch am Roten Meer werden die Huthis zu einer Gefahr für den Welthandel, auch der Kampf mit Saudi-Arabien könnte eskalieren. Die USA treffen sich wohl heimlich mit Vertretern der jemenitischen Miliz, um über befürchtete Angriffe auf US-Ziele zu sprechen.

Beamte der US-Regierung haben sich am Wochenende in Oman offenbar heimlich mit Vertretern der Huthi-Rebellen getroffen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf fünf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Das Treffen, das nicht öffentlich gemacht wurde, fand demnach in der US-Botschaft in Maskat statt. Hintergrund ist der eskalierende Konflikt der Huthis mit Saudi-Arabien.

Bei dem Treffen sollen die Huthis den US-Vertretern mitgeteilt haben, dass sie nicht die Absicht hätten, amerikanische Schiffe anzugreifen, und dass sie sich an den Waffenstillstand mit den USA aus dem Jahr 2025 halten würden. Die Miliz hat wiederholt damit gedroht, mit Saudi-Arabien in Verbindung stehende Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab anzugreifen.

Die mit dem Iran verbündeten Kämpfer hatten in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien. 

In den sozialen Medien kursierten am Nachmittag Videos, die den Abschuss eines saudischen Kampfjets durch bewaffnete Kämpfer im Jemen zeigen sollen. Der Reuters-Korrespondent für nationale Sicherheit, Idrees Ali, schrieb dazu auf X: „Die Huthis verfügen offensichtlich über leistungsfähige Boden-Luft-Raketen, mit denen sie in den letzten Jahren eine Reihe von US-Militärdrohnen abgeschossen haben.“

Ein Sprecher der Miliz sagte, ein saudischer F-15-Kampfjet sei abgeschossen worden, eine Bestätigung aus Riad gab es dafür zunächst nicht. Die Huthi warfen Saudi-Arabien vor, allein in dieser Woche mehr als 450 Luftangriffe im Jemen geflogen zu haben. Bei Angriffen mit Kampfjets vom Typ F-15 und Eurofighter seien auch Zivilisten verletzt und getötet worden, Zahlen nannte der Sprecher jedoch nicht. Saudi-Arabien warf der jemenitischen Miliz einen Drohnenangriff auf die für Muslime heilige Stadt Mekka vor.

Die jüngsten Ereignisse auf der Arabischen Halbinsel schüren Ängste vor einer Eskalation mit unüberschaubaren Folgen für den Welthandel. Der UN-Sicherheitsrat tagte bereits in einer zweiten Dringlichkeitssitzung zu den Entwicklungen im Jemen. Durch den Konflikt dort wurden seit Anfang des Monats UN-Schätzungen zufolge bereits mehr als 125.000 Menschen zur Flucht gezwungen.

Riad warf den Huthi im UN-Sicherheitsrat vor, mit dem Zugriff auf die Meerenge die internationale Gemeinschaft und die Weltwirtschaft in Geiselhaft nehmen zu wollen und forderte eine geschlossene Reaktion. China rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Die USA beschuldigten den Iran, die Huthi mit Geld sowie Waffen zu unterstützen und mit Vorgaben zu lenken.

Bei dem Drohnenangriff auf die wichtige Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien in der vergangenen Woche sind Insidern zufolge zwei Pumpstationen beschädigt worden. Wann die Reparatur abgeschlossen werden könne, sei unklar. Die vom Staatskonzern Saudi Aramco betriebene 1200 Kilometer lange Pipeline verfügt über insgesamt elf Pumpstationen und zwei Druckentlastungsstationen. Sie verläuft quer über die Arabische Halbinsel und dient als Hauptroute für Öl aus dem Nahen Osten, da die Straße von Hormus wegen des Iran-Krieges weitgehend gesperrt ist.

Der Angriff, der saudiarabischen Angaben zufolge aus dem Irak erfolgte, hatte das Land am Freitag zu einer vorübergehenden Stilllegung der Pipeline gezwungen. Die Regierung in Riad macht bislang keine genauen Angaben zum Ausmaß der Schäden oder zur Dauer der Reparatur.

Quelle: ntv.de, dsc/rts/dpa

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