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Startseite»Nachrichten»US-Armee meldet tödlichen Angriff auf angebliches Drogenboot
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US-Armee meldet tödlichen Angriff auf angebliches Drogenboot

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Vier „Narko-Terroristen“ getötetUS-Armee meldet tödlichen Angriff auf angebliches Drogenboot

Die US-Armee hat den Militäreinsatz gegen Drogenschmuggler im vergangenen Herbst begonnen (Archivbild). (Foto: x.com/Southcom)

US-Präsident Trump will mit dem Militär die Drogenkartelle in Lateinamerika bekämpfen. Die US-Armee bestätigt einen weiteren Einsatz gegen mutmaßliche Drogenhändler in der Karibik. Menschenrechtler bezweifeln, dass nur Schmuggler ums Leben kommen.

Im Zuge des umstrittenen Vorgehens der US-Armee gegen Drogenschmuggel sind bei einem erneuten Angriff auf ein mutmaßliches Drogenboot in der Karibik vier Menschen getötet worden. Das Boot sei aktiv am Drogenhandel beteiligt gewesen, erklärte das für Lateinamerika zuständige US-Südkommando Southcom. Bei dem Einsatz seien demnach „vier Narko-Terroristen“ getötet worden.

Die US-Armee hat vor fast genau einem Jahr den Militäreinsatz „Southern Spear“ begonnen. US-Präsident Donald Trump erklärte, Washington befinde sich faktisch im Krieg mit Drogenkartellen in Lateinamerika. Seit Beginn des Einsatzes im vergangenen September wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen mehr als 200 Menschen bei Angriffen auf Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik getötet.

Die US-Regierung hat bislang jedoch keine eindeutigen Belege dafür vorgelegt, dass die angegriffenen Schiffe tatsächlich in den Drogenhandel verwickelt waren. Juristen und Menschenrechtsgruppen kritisieren, die Angriffe könnten außergerichtliche Tötungen darstellen, weil sie sich offenbar gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellten. Einige von ihnen waren nach Angaben von Behörden und Angehörigen unschuldige Fischer.

Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das US-Präsident Trump ausländische Schmuggler verantwortlich macht. Dass die USA von ihrem Vorgehen gegen vermeintliche Drogenboote abrücken werden, ist bisher nicht absehbar. In der nationalen Verteidigungsstrategie der US-Regierung wird das militärische Vorgehen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler als eines der Hauptanliegen ausgewiesen.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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