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Startseite»Nachrichten»Israel: Präsident Herzog tilgt Strafregister-Eintrag von Elor Asaria
Nachrichten

Israel: Präsident Herzog tilgt Strafregister-Eintrag von Elor Asaria

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Kopfschuss in HebronIsraels Präsident begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Asaria

Vor zehn Jahren musste sich der Ex-Soldat vor Gericht verantworten. (Foto: picture alliance / Jack Guez/AFP/dpa)

Fast zehn Jahre nach dem tödlichen Schuss in Hebron zieht Israels Staatsoberhaupt einen Schlussstrich. Herzog gibt dem Gnadengesuch des früheren Kampfsanitäters statt. Sein Amtsvorgänger hatte dies noch strikt abgelehnt.

Israels Präsident Izchak Herzog hat einen ehemaligen Soldaten begnadigt, der einem palästinensischen Angreifer 2016 in den Kopf geschossen hatte, als der bereits regungslos am Boden lag. Mehrere israelische Medien berichten, dass Israels Armee gegen diesen Schritt gewesen sei. In einer Mitteilung von Herzogs Büro hieß es zur Begründung, Elor Asaria habe jahrelang mit den Konsequenzen seines Handelns leben müssen. Der Präsident habe deshalb am Samstagabend einem Antrag Asarias stattgegeben, wonach ein verbleibender Eintrag in dessen Strafregister vorzeitig gelöscht werde. Berichten zufolge wäre dies sonst erst im Jahr 2032 erfolgt.

Der damalige Kampfsanitäter hatte im März 2016 im besetzten Westjordanland einen bereits wehrlos am Boden liegenden Palästinenser getötet. Dieser hatte zuvor mit einem Komplizen einen israelischen Soldaten mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Nachdem andere Soldaten auf ihn geschossen hatten, lag der Angreifer blutend auf der Straße, als ihn Asaria mit einem Kopfschuss tötete. Ein Mitarbeiter der israelischen Menschenrechtsorganisation Betselem filmte den Vorfall und machte ihn öffentlich. Der Fall hatte weltweit für Aufsehen gesorgt und in Israel eine heftige Kontroverse ausgelöst.

In der Mitteilung von Herzogs Büro hieß es, Asaria könne nun ein neues Kapitel im Leben beginnen. Er habe sich etwa gewünscht, Schwierigkeiten bei einer beruflichen Anstellung aus dem Weg zu räumen, hieß es weiter. Asaria habe seine Strafe zudem bereits vor acht Jahren verbüßt. Seine Haft war damals bereits von 18 auf neun Monate verkürzt worden.

Die israelische Zeitung „Haaretz“ schrieb unter Berufung auf einen hochrangigen Berater von Militärchef Ejal Zamir, Asaria habe auch zehn Jahre nach seiner Verurteilung weder Reue gezeigt noch Verantwortung für seine Tat übernommen. Israels Präsident stellte das anders dar: Asaria habe Bedauern geäußert und bereits in seinem Antrag an Rivlin eingeräumt, dass der abgegebene Schuss ein operativer Fehler gewesen sei, hieß es.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa

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