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Startseite»Nachrichten»Berichte aus Japan und Südkorea: Nordkorea feuert erneut Rakete Richtung Japanisches Meer
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Berichte aus Japan und Südkorea: Nordkorea feuert erneut Rakete Richtung Japanisches Meer

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Berichte aus Japan und SüdkoreaNordkorea feuert erneut Rakete Richtung Japanisches Meer

Nordkorea testet regelmäßig ballistische Raketen – Experten zufolge unter anderem, um Stärke zu demonstrieren. (Foto: picture alliance / YONHAPNEWS AGENCY)

Nordkorea sorgt erneut für Spannungen auf der koreanischen Halbinsel: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage melden Japan und Südkorea einen Raketenstart aus Pjöngjang. Ein mutmaßlich ballistischer Raketenkörper flog in Richtung Japanisches Meer.

Nordkorea hat südkoreanischen Angaben zufolge erneut eine Rakete von seiner Ostküste abgefeuert. Die südkoreanische Armee habe am Nachmittag (Ortszeit) eine ballistische Rakete entdeckt, die aus dem Gebiet um Wonsan in Nordkorea in Richtung Japanisches Meer abgefeuert wurde, erklärte der Generalstab Südkoreas. Die Armee habe ihre Wachsamkeit und die Überwachung im Hinblick auf mögliche weitere Abschüsse verstärkt.

Südkorea, die USA und Japan tauschten zudem Informationen über den Vorfall aus. Das Nationale Sicherheitsbüro des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung berief eine Krisensitzung ein, um über die Reaktion Seouls zu beraten, wie das Präsidialamt erklärte. Die Regierung sprach von einem „schwerwiegenden“ Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und forderte Pjöngjang auf, die Raketenstarts „unverzüglich einzustellen“.

Zuvor hatte bereits das japanische Verteidigungsministerium mitgeteilt, Pjöngjang habe eine mutmaßlich ballistische Rakete in Richtung des Meeres östlich der koreanischen Halbinsel abgefeuert, das auch als Japanisches Meer bekannt ist. Das Geschoss sei „bereits herabgefallen“, erklärte das Ministerium, ohne genauere Angaben zu machen. Das Büro der japanischen Regierungschefin Sanaei Takaichi bestätigte den Abschuss.

Zuletzt hatte Nordkorea am 12. September mehrere ballistische Raketen mit kurzer Reichweite in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert und später von einer „Angriffsübung“ mit Raketen und Artillerie gesprochen. Die damaligen Abschüsse erfolgten einen Tag nach dem Ende eines fünftägigen Militärmanövers Südkoreas, der USA und Japans. Nordkorea testet regelmäßig ballistische Raketen und andere Waffensysteme. Nach Einschätzung von Fachleuten dienen diese Tests dazu, die militärischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Stärke zu demonstrieren.

In dieser Woche hatte sich die Führung in Pjöngjang zudem über eine Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu seinem Atomprogramm beschwert und seinen Status als „Atomwaffenstaat“ bekräftigt. Nordkorea unterliegt wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms seit Jahren umfassenden internationalen Sanktionen. Pjöngjang hält dennoch an den Programmen fest und verankerte seinen Status als Atommacht 2023 sogar in der Verfassung. US-Präsident Donald Trump hatte im August gesagt, Nordkorea verfüge über „57 sehr mächtige Atomwaffen“. Nach Schätzungen der südkoreanischen Regierung verfügt Nordkorea über rund 80 bis 120 Atomwaffen.

Quelle: ntv.de, psa/dpa/AFP

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