Millioneninvest in zwei WerkeVW schmiedet Batterie-Allianz mit China
Für seine E-Auto-Offensive braucht VW Batterien. Für die Produktion geht der Konzern nun ein Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller Gotion ein. Der deutsche Autobauer will in den kommenden Jahren hunderte Millionen Euro investieren. Aus China kommt sogar noch mehr Geld.
Europas größter Autobauer VW und der chinesische Batteriezellhersteller Gotion wollen enger zusammenarbeiten – und investieren dafür einen Milliardenbetrag. Geplant sind drei Gemeinschaftsunternehmen in Spanien, der Slowakei und Marokko, wie Volkswagen, die VW-Batteriesparte PowerCo und Gotion mitteilten. Die Pläne stehen unter anderem noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Zuvor hatte unter anderem das „Handelsblatt“ berichtet.
Die im Bau befindliche PowerCo-Batteriezellfabrik im spanischen Valencia soll den Angaben zufolge in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden. Die Gotion-Fabrik in Surany in der Slowakei soll ebenfalls in ein Joint Venture überführt werden. In Marokko planen die Partner außerdem eine neue Anlage für Material, das für die Herstellung von Batteriezellen benötigt wird. Alle drei Gesellschaften sollen gemeinsam geführt werden.
Dafür nehmen die Partner viel Geld in die Hand: Die VW-Batterietochter soll voraussichtlich bis 2030 insgesamt rund 470 Millionen Euro in die Standorte in der Slowakei und Marokko investieren, um jeweils 49 Prozent an den dortigen Unternehmen zu erwerben. Gotion soll im Gegenzug rund 1,1 Milliarden Euro für 49 Prozent am Standort Valencia aufbringen.
PowerCo ist die 2022 gegründete Batteriesparte des Volkswagen-Konzerns. Sie bündelt unter anderem die Entwicklung und Produktion von Batteriezellen. Ende 2025 nahm die erste Fabrik in Salzgitter die Produktion auf. Ein weiteres Werk entsteht im kanadischen St. Thomas. Diese beiden Standorte sind von der Vereinbarung nicht direkt betroffen.
