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Startseite»Nachrichten»Antwort auf neue Bedrohungen: US-Rüstungsfirma entwickelt neue Abfangrakete für Patriot-System
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Antwort auf neue Bedrohungen: US-Rüstungsfirma entwickelt neue Abfangrakete für Patriot-System

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Antwort auf neue BedrohungenUS-Rüstungsfirma entwickelt neue Abfangrakete für Patriot-System

Die PAC-3 Edge soll 2027 in die Erprobung gehen. (Foto: Grafik: Lockheed Martin)

Russland setzt die Ukraine mit modifizierten Raketen unter Druck. Mit der PAC-3 Edge will Lockheed Martin die Fähigkeiten des Patriot-Systems ausbauen und auf neue Bedrohungen reagieren. Die neue Abfangrakete muss ihre Leistungsfähigkeit allerdings erst unter Beweis stellen.

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin entwickelt nach eigenen Angaben eine neue Abfangrakete für das Patriot-Luftabwehrsystem. Die PAC-3 Edge soll fortschrittliche ballistische Raketen und Hyperschallwaffen auch auf größere Entfernungen und in größeren Höhen bekämpfen können. Sie baut laut Unternehmensangaben auf der PAC-3 MSE auf, die auch von der Ukraine eingesetzt wird, erhält aber einen neuen Suchkopf zur Zielerfassung, ein verbessertes Steuerungssystem und ein leistungsfähigeres Triebwerk.

Der neue Antrieb arbeitet den Angaben zufolge mit drei getrennten Schubphasen statt wie bisher mit zwei. Dadurch kann die PAC-3 Edge ihre Energie gezielter über den Flug verteilen und für Ausweichmanöver kurz vor dem Abfangen länger aufrechterhalten. Zusätzliche Steuertriebwerke sollen ihre Manövrierfähigkeit weiter verbessern. Die Kombination könnte insbesondere gegen manövrierfähige ballistische Raketen und Hyperschallwaffen helfen, deren Abwehr durch hohe Geschwindigkeiten, große Flughöhen und dynamische Flugbahnen erschwert wird.

Detaillierte Leistungsdaten hat Lockheed Martin bislang nicht veröffentlicht. Das Unternehmen will im kommenden Jahr mit Tests beginnen, die erste Auslieferung ist für 2031 vorgesehen. Ob das Pentagon die Abfangrakete tatsächlich beschaffen wird, ist noch offen. Lockheed Martin hat es aktuell mit einem weiteren Hersteller in die nächste Runde eines Beschaffungswettbewerbs des US-Militärs geschafft. 

Die US-Streitkräfte stehen unter Druck, ihre Luftabwehr zu verbessern und ihre geringen Bestände an Abfangraketen wieder aufzufüllen. Russland hat seine Raketen im Angriffskrieg gegen die Ukraine weiterentwickelt, um die ukrainische Patriot-Abwehr zu überwinden. Auch Teheran hat im Iran-Krieg mit besonders schnellen ballistischen Raketen Schwachstellen westlicher Raketenabwehrsysteme offengelegt.

Quelle: ntv.de, jpe

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