Gasleitung bei Übung beschädigt?Mindestens vier Tote durch Feuer auf Militärbasis in Kanada
Auf der kanadischen Militärbasis Wainwright kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall. Ein Feuer breitet sich auf dem Gelände aus. Zur Ursache schweigen die Behörden bislang. Premierminister Carney spricht von vier Todesopfern. Laut einem TV-Sender könnte die Zahl allerdings höher liegen.
Bei einem Brand auf dem Militärstützpunkt Wainwright in Kanada sind nach Angaben von Premierminister Mark Carney vier Menschen gestorben. Dutzende hätten schwere Verletzungen erlitten, sagte Carney. Der Sender CBC News berichtete unter Berufung auf Insider von mindestens sieben Todesopfern.
Ein „heftiges, schnell rasendes Feuer“ habe sich am Samstag auf dem Stützpunkt in der Provinz Alberta ausgebreitet, sagte Carney. Er sprach von einer der „schlimmsten Tragödien“ für die Armee auf kanadischem Boden in Friedenszeiten. Er ordnete an, dass die Fahnen an Bundesgebäuden auf halbmast gesetzt werden. Verteidigungsminister David McGuinty sagte am bereits Samstag, es handle sich um einen „sehr tragischen Vorfall“. Die Regierung mobilisiere für den Einsatz alle nötigen Ressourcen.
Der Nachrichtenplattform „Global News“ zufolge wurde bei einer Übung mit scharfer Munition eine Gasleitung oder ein Gasbrunnen getroffen. Dies habe zu einer Explosion geführt, berichtete das Portal unter Berufung auf Quellen innerhalb der kanadischen Streitkräfte. Die örtlichen Behörden erklärten in sozialen Medien, das Feuer habe sich aufgrund starker Winde auch über den Militärstützpunkt hinaus ausgebreitet. Mittlerweile sei es aber unter Kontrolle.
Der Stützpunkt Wainwright ist einer der größten Kanadas und liegt etwa 210 Kilometer östlich von Edmonton in Alberta. Dort waren nach Daten aus dem Jahr 2021 rund 1300 militärische und zivile Mitarbeiter stationiert. Er beherbergt das kanadische Manöver-Trainingszentrum.
Das medizinische Personal in der Stadt Edmonton rief CBC News zufolge den „Code Orange“ für einen Massenanfall von Verletzten aus. Damit sollte die medizinische Versorgung der aus Wainwright verlegten Patienten koordiniert werden. Der Brand war den Angaben zufolge auch auf ein Gebiet außerhalb des Militärgeländes übergesprungen. Evakuierungsanordnungen für die Stadt Wainwright mit ihren rund 6600 Einwohnern gab es allerdings nicht.
