KURZMELDUNG · INTERNATIONAL
Eine unerwartete Besprechung taucht im Kalender auf. Der enthaltene Link führt jedoch nicht zu einem Termin, sondern zu einer nachgebauten Microsoft-Anmeldung. Das Sicherheitsunternehmen Check Point warnt am 15. Oktober 2026 vor mehreren solchen Phishing-Kampagnen, die es auch im Oktober beobachtet hat.
Nach Angaben der Forschenden kommen unter anderem gültige .ics-Dateien zum Einsatz. Das sind Dateien, mit denen sich Termine in einen Kalender eintragen lassen. Andere Nachrichten enthalten vermeintliche Besprechungslinks. Wer darauf klickt, soll auf gefälschten Anmeldeseiten seine Microsoft-Zugangsdaten eingeben.
Dafür braucht es keine Sicherheitslücke in der Software. Die Täter missbrauchen normale Kalenderfunktionen und das Vertrauen in vertraute Arbeitsabläufe. Die Beobachtungen stammen aus dem Kundenumfeld von Check Point – wie viele Empfänger tatsächlich Zugangsdaten eingegeben haben, lässt sich daraus nicht ableiten.
Bei einer unerwarteten Einladung empfiehlt sich eine Rückfrage beim angeblichen Absender, etwa über eine bereits bekannte Telefonnummer. Microsoft rät, verdächtige Links und Anhänge nicht zu öffnen. Wer den genannten Dienst über ein eigenes Lesezeichen aufruft, lässt sich nicht von der Einladung zu einer nachgebauten Anmeldung führen. In Outlook kann die Nachricht als Phishing gemeldet werden.
Die Methode ist nicht neu. Mimikama berichtete bereits am 3. Mai 2021 über falsche Termineinladungen und Links darin. Neu ist die aktuelle Beobachtung durch Check Point. Der Fall zeigt ein wiederkehrendes Muster: Phishing wirkt oft glaubwürdig, weil es sich in alltägliche Abläufe wie Einladungen, Termine und Anmeldungen einfügt.
Quellen
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