Blutige Eskalation im JemenDutzende Tote nach Huthi-Raketenangriff auf Militärlager
In den frühen Morgenstunden greift die Huthi-Miliz einen Armeestützpunkt im Jemen an. Dort läuft zu dem Zeitpunkt eine Übung. Mehr als 50 Menschen sterben, etwa 200 werden verletzt. Viele von ihnen schweben in Lebensgefahr.
Bei einem Raketenangriff der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf ein Militärlager im Jemen sind 53 Menschen getötet worden. Weitere 200 Personen wurden verletzt, teilten Lokalbehörden mit. Die Huthis hätten das Lager der Regierungstruppen in der Provinz Schabwa während einer morgendlichen Übung mit drei Raketen beschossen, heißt es von Insidern.
Mehrere der Verletzten schwebten den Angaben zufolge in Lebensgefahr. Die Krankenhäuser in Schabwa seien von den vielen Verletzten überfordert, deshalb seien besonders schwere Fälle unter anderem nach Aden gebracht worden, wo die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat.
Die aufständischen Huthis und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierungstruppen des Jemen liefern sich seit September wieder verstärkt Gefechte. Die Regierungstruppen hatten in diesem Monat eine Offensive gestartet, um Gebiete nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer zurückzuerobern.
Der seit 2014 andauernde Krieg gilt als Stellvertreterkonflikt zwischen dem Iran auf der einen sowie den USA, Israel und Saudi-Arabien auf der anderen Seite. Eine 2022 vereinbarte Waffenruhe war in diesem Jahr zerbrochen.
