Erholung bei Tech-WertenWall Street lässt Talfahrt hinter sich
Eine historisch lange Verlustserie bei den Halbleiterwerten geht zu Ende. Ein Börsianer kommentiert scherzhaft: Zwischen Freitag auf Montag habe sich nichts geändert. Aber es sei am Wochenende eben auch nichts Schlimmes passiert.
Nach den jüngsten Kursverlusten haben Schnäppchenjäger zum Wochenstart an der Wall Street vor allem bei Technologie- und KI-Werten zugegriffen. Der technologielastige Nasdaq-Index rückte um 1,1 Prozent auf 26.431 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,4 Prozent auf 7691 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab dagegen leicht auf 51.966 Punkte nach. In der Vorwoche hatten S&P und Nasdaq noch die größten Wochenverluste seit Ende Juni verbucht.
Der Philadelphia-Halbleiterindex beendete eine achttägige Verlustserie, in der er um rund 15,7 Prozent nachgegeben hatte. Dies war die längste Talfahrt seit Oktober 2008. „Gummibänder können nur bis zu einem gewissen Grad in eine Richtung gedehnt werden, bevor sie zurückschnellen. Genau diesen Moment hat man nach dem Handelsschluss am Freitag bei den Halbleiterwerten gesehen“, sagte Michael James, Aktienhändler bei Rosenblatt Securities. Zwischen Freitagabend und Montagmorgen habe sich nichts verändert, außer dass am Wochenende nichts Schlimmes passiert sei.
Analysten pushen Tesla und Intel
Im Handelsverlauf zählten zyklische Konsumgüter und Technologiewerte zu den stärksten Sektoren im S&P 500, während defensive Versorger und Immobilienwerte zu den Verlierern gehörten. Bei den Einzelwerten sorgten Analystenkommentare für Bewegung. Amazon legten zu, nachdem Morgan Stanley den Online-Händler als „Top Pick“ eingestuft hatte.
Auch Tesla-Papiere stützten den Konsumsektor. Intel profitierten von einer Hochstufung durch J.P. Morgan auf „Neutral“. Die Aktien des Cloud-Anbieters CoreWeave gaben anfängliche Gewinne wieder ab. Goldman Sachs hatte die Papiere zum Kauf empfohlen. Am Dienstag soll der Raumfahrtkonzern SpaceX seine Zahlen vorlegen, am Mittwoch folgen der Facebook-Mutterkonzern Meta und der Elektroautobauer Tesla.
Am Rohstoffmarkt zogen die Ölpreise an. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 2,2 Prozent auf 103,66 Dollar pro Barrel (159 Liter). Händler verwiesen auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen auf ein Militärlager im Jemen sowie auf erneute Attacken auf Energie-, Flughafen- und Militäreinrichtungen in Saudi-Arabien.
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