KURZMELDUNG · INTERNATIONAL
Ein vermeintlicher Kollege verlangt in einem Videoanruf eine Überweisung. In einem weiteren Beispiel meldet sich ein angeblich in Not geratenes Familienmitglied. Mit drei KI-erzeugten Videos startet INTERPOL am 19. Oktober 2026 eine Warnkampagne gegen Deepfake-Betrug.
Die gezeigten Szenen dienen der Aufklärung. Es handelt sich nicht um dokumentierte Aufnahmen von Opfern. INTERPOL zeigt damit, wie Kriminelle an Geld oder vertrauliche Informationen gelangen können.
Deepfakes sind mit künstlicher Intelligenz erzeugte oder veränderte Bild- und Tonaufnahmen. Sie können den Eindruck erwecken, dass eine bekannte Person spricht, obwohl jemand anderer dahintersteckt. Eine vertraute Stimme oder ein bekanntes Gesicht beweisen daher keine Identität.
INTERPOL empfiehlt, einen verdächtigen Anruf zu beenden und die betreffende Person selbst zu kontaktieren. Dafür sollte eine bereits bekannte und unabhängig gespeicherte Telefonnummer verwendet werden. Ein vorab vereinbartes Familienkennwort kann zusätzlich klären, ob tatsächlich ein Angehöriger anruft. Auch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes rät zu diesen Schritten.
Entscheidend ist nicht, wie echt ein Anruf klingt oder aussieht, sondern ob sich die Forderung über einen zweiten Kontaktweg bestätigen lässt. Das gilt besonders, wenn jemand Druck macht und sofort Geld oder vertrauliche Daten verlangt.
Quellen
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