KURZMELDUNG · DEUTSCHLAND
Zuerst kommt eine Phishing-Mail, danach meldet sich angeblich die Bank am Telefon. Mit dieser Verbindung sollen Betrüger seit Ende 2025 bundesweit Konten übernommen haben. Polizei und Staatsanwaltschaft Stuttgart gaben am 21. Oktober 2026 zwei Festnahmen bekannt und nennen rund 250.000 Euro Schaden.
Die Festnahmen erfolgten bereits am 15. Oktober. Einen 38-Jährigen griffen Beamte in Fellbach auf, als er laut Mitteilung mutmaßlich Geld aus Straftaten abholen wollte. Ein 41-Jähriger wurde an seiner Wohnanschrift in Stuttgart festgenommen. Am nächsten Tag setzte ein Haftrichter die bereits erlassenen Haftbefehle in Vollzug. Für beide Männer gilt die Unschuldsvermutung.
Nach Angaben der Ermittler gehören die Verdächtigen zu einer Gruppe, die sich Zugang zu mehreren Kundenkonten eines deutschen Bankinstituts verschafft haben soll. Welche Bank betroffen ist und wie die E-Mails und Anrufe im Einzelnen zusammenspielten, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Ermittlungen zu weiteren mutmaßlichen Beteiligten im Bundesgebiet dauern an.
Eine verdächtige E-Mail und ein anschließender vermeintlicher Bankanruf können Teile desselben Betrugsversuchs sein. Der zweite Kontakt macht den ersten nicht glaubwürdiger. Wer so einen Anruf erhält, sollte auflegen und die Bank über eine selbst herausgesuchte offizielle Nummer oder die selbst geöffnete Banking-App kontaktieren. So lässt sich eine behauptete Kontostörung unabhängig prüfen.
Quellen
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