Ein weiteres Handelsschiff soll nahe der rumänischen Küste Medienberichten zufolge von einer Drohne angegriffen worden sein. Es gebe mindestens ein Todesopfer. Rumäniens Präsident sieht die Verantwortung erneut bei Russland.
Im Schwarzen Meer ist wenige Kilometer von der rumänischen Küste entfernt erneut ein Handelsschiff Ziel eines mutmaßlichen Drohnenangriffs geworden. Das berichteten mehrere rumänische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die für Rettungsaktionen zuständige Schifffahrtsbehörde in der Hafenstadt Constanta.
Der mutmaßliche Angriff ereignete sich laut den Berichten rund 13 Seemeilen von der Hafenstadt entfernt und damit knapp außerhalb von Rumäniens Hoheitsgewässern. Ein Mitglied der Besatzung sei ums Leben gekommen, weitere neun Besatzungsmitglieder hätten gerettet werden können. Nach drei weiteren vermissten Seeleuten werde noch gesucht. Auch das rumänische Innenministerium äußerte sich zu dem Vorfall: Das Schiff droht demnach zu sinken.
Bereits mehrere mutmaßliche Angriffe im Oktober
Es ist nicht die erste mutmaßliche Drohnenattacke auf Schiffe vor der Küste des Landes. Allein seit Monatsbeginn waren ähnliche Angriffe auf drei weitere gemeldet worden. Auch in bulgarischen Gewässern waren in den vergangenen Tagen mehrere Schiffe betroffen.
Wie bereits bei den vergangenen mutmaßlichen Angriffen sieht Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan die Verantwortung bei Russland. Zwar bestätigte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Mediafax nicht, dass es sich um eine russische Drohne gehandelt habe. Dan sprach jedoch von einem weiteren „Eskalationsversuch Russlands“ in Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine.
Ähnlich äußerte sich EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen beim Kurznachrichtendienst X. Auch sie sprach von einer „weiteren Eskalation seitens Russlands im Schwarzen Meer“ und warf Moskau einen „offenen Verstoß gegen das Völkerrecht“ vor.
