Erste Spiele in Afrika?
München bekommt im Olympia-Kampf neuen Konkurrenten
München hat im Kampf um die Austragung von Olympia 2036 sechs Rivalen. Einer davon legt sich jetzt auf eine Stadt als Kern der Bewerbung fest.
Südafrika bewirbt sich mit Durban und nicht mit den größten Städten Johannesburg oder Kapstadt für die Olympischen Spiele 2036 oder 2040. Die Stadt an der Ostküste tritt damit unter anderem gegen München an, das die Sommerspiele in jenen Jahren – oder in 2044 – nach Deutschland holen will. Wie das Nationale Olympische Komitee Südafrikas mitteilte, soll Durban das Zentrum der Bewerbung sein. Allerdings könnten auch andere Städte noch in das Konzept involviert werden.
Die Olympischen Spiele fanden noch nie auf dem afrikanischen Kontinent statt, von dem die neue IOC-Präsidentin Kirsty Coventry (Simbabwe) kommt. Neben München und nun Durban in Südafrika bewerben sich auch Indien mit der Millionenstadt Ahmedabad, Südkorea mit der Region Jeonbuk, Istanbul in der Türkei, die ungarische Hauptstadt Budapest und Katar um die Spiele. Bis Ende Oktober müsse alle Interessenten ihre Bewerbung offiziell beim IOC einreichen.
Unterdessen laufen in München schon die Vorbereitung für die Bewerbung. Oberbürgermeister Dominik Krause kündigte die Einrichtung einer Stabsstelle für die Koordinierung der weiteren Aufgaben an. Bis zur Vergabe der Spiele 2036, die für 2029 erwartet wird, rechne die Stadt mit weiteren Bewerbungskosten von „18 bis 20 Millionen“ Euro, sagte der Grünen-Politiker.
Für die nationale Bewerbung gab alleine die Stadt München rund sieben Millionen aus. Die Kosten sollen unter den vier Stakeholdern aufgeteilt werden: Bund, Land, Stadt und Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB). Eine gemeinsame GmbH soll im März nach der Reduzierung des Bewerberfeldes durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) gegründet werden.
Im November muss München dem IOC zunächst das Konzept der deutschen Bewerbung präsentieren, im Januar folgt in Abstimmung mit der Future Host Commission des IOC eine „Konzeptschärfung“, erläuterte Krause. Im März entscheidet das IOC, mit wem es in den sogenannten „strategischen Dialog“ eintritt. Erwartet wird, dass dabei die Zahl der Bewerber reduziert wird.
Verwendete Quellen: ntv.de, ses/dpa/sid
