Doch Reden in Iowa und KansasBericht: Trump legt plötzliche Kehrtwende bei Wahlkampfauftritten hin
Die Republikaner sagen am Donnerstag überraschend mehrere Wahlkampfauftritte mit Donald Trump ab. Jetzt folgt die nächste Planänderung. Der US-Präsident will sowohl in Iowa und Kansas auftreten – an einem Tag.
US-Präsident Donald Trump will entgegen vorheriger Ankündigungen offenbar doch Wahlkampfauftritte in Iowa und Kansas absolvieren. Die Kundgebungen seien aus terminlichen Gründen neu angesetzt worden, um Dutzende weiterer virtueller „Telerallyes“ zu ermöglichen, berichtet die US-Nachrichtenseite The Hill unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle.
Am Donnerstag hatte die Republikanische Partei erklärt, dass die Veranstaltungen am Samstag und Sonntag nicht mehr stattfinden. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich nach Kansas fahren muss“, sagte Trump selbst am Donnerstag zu den damals verkündeten Absagen. Jetzt sind dem Bericht zufolge beide Wahlkampfveranstaltungen für Sonntag angesetzt.
Iowa und Kansas sind beides überraschend umkämpfte Bundesstaaten bei den Midterms. Trump hatte dort 2024 bei den Präsidentschaftswahlen noch eine deutliche Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen können.
Die republikanische Senatskandidatin Ashley Hinson in Iowa liegt jedoch laut Real Clear Polling in Umfragen derzeit nur 0,2 Prozentpunkte vor dem Demokraten Josh Turek. In Kansas führt der Demokrat Adam Hamilton derzeit mit 2,2 Prozentpunkten vor dem republikanischen Amtsinhaber Roger Marshall.
Trump hatte am Donnerstag auf eine Nachfrage eines Journalisten patzig reagiert, als dieser ihn angesichts der Planänderungen fragte, ob er das Reisen satthabe. „Du bist krank, diese Frage zu stellen. Du bist krank“, so der Republikaner. „Ich fühle mich großartig. Du bist widerlich. Bring dich mal in Form, du siehst furchtbar aus.“
Bei den Midterms am 3. November stehen alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses sowie 35 Senatorenposten zur Wahl. Trump und seine Partei stecken vor dem anstehenden Urnengang im Umfragetief. Beobachtern zufolge dürften die Demokraten im Repräsentantenhaus die Mehrheit erobern. Im Senat kann sich die Partei ebenfalls gute Chancen ausrechnen, genug Sitze zu erlangen, um dort eine Mehrheit zu erreichen.
