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Kanzler von „kaputtem Land“: Trump pöbelt gegen „ineffektiven“ Merz

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerApril 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Kanzler von „kaputtem Land“Trump pöbelt gegen „ineffektiven“ Merz

Bisher hatten Merz und Trump augenscheinlich einen guten Draht zueinander. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der US-Präsident und der Bundeskanzler pflegen lange ein gutes partnerschaftliches Verhältnis zueinander. Doch mit Merz‘ Kritik am Iran-Krieg ist das vorbei: Trump pöbelt erneut gegen den deutschen Regierungschef.

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut mit Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz zu Wort gemeldet. „Der Bundeskanzler sollte sich stärker dafür einsetzen, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden“, schreibt der Republikaner auf Truth Social. Denn dabei sei Merz „total ineffektiv“ gewesen.

Darüber hinaus solle sich der Kanzler sein „kaputtes Land“ reparieren, speziell bei den Themen Migration und Energieversorgung, so Trump. Er solle „weniger Zeit darauf verwenden, diejenigen zu behindern, die die iranische Atomgefahr beseitigen, und so die Welt, einschließlich Deutschland, zu einem sichereren Ort machen!“

Am Mittwoch hatte Trump bereits mit einem Abzug von Teilen der US-Streitkräfte aus Deutschland gedroht. „Die USA prüfen und evaluieren derzeit eine mögliche Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland“, schrieb er bei Truth Social. „Eine Entscheidung soll in Kürze getroffen werden“. Die USA haben derzeit rund 39.000 Soldaten in Deutschland stationiert. Dabei handelt es sich um knapp die Hälfte der insgesamt über Europa verteilten Truppen. Der Luftwaffenstützpunkt in Ramstein ist eine der wichtigsten US-Militärbasen weltweit und spielt auch im Krieg gegen den Iran eine entscheidende Rolle.

Merz kritisierte Iran-Krieg

In den vergangenen Tagen hatte der US-Präsident bereits mehrfach mit seinen Social-Media-Posts Deutschland und Regierungschef Merz ins Visier genommen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, behauptete Trump auf Truth Social am Dienstag. Es sei kein Wunder, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“.

Der US-Präsident warf Merz entgegen der Faktenlage vor, dass dieser damit einverstanden sei, dass das Regime in Teheran an Atomwaffen gelangt. Der Bundeskanzler erklärte jedoch wiederholt, dass der Iran nicht in den Besitz dieser Waffen geraten dürfe.

Auslöser für die Wutausbrüche Trumps sind augenscheinlich die kritischen Worte des CDU-Regierungschefs zum Iran-Krieg. Merz hatte den USA vorgeworfen, dass diese keine „Exit-Strategie“ für ein Ende des Waffengangs gegen Teheran habe. „Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen“, hatte der Kanzler erklärt. Die Amerikaner seien im Iran „ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen“.

Der US-Präsident und der Bundeskanzler hatten über lange Zeit ein gutes Verhältnis zueinander. Trump lobte Merz bei Besuchen im Oval Office wiederholt für dessen Politik. Merz hatte im Mittwoch der Sicht widersprochen, dass das Verhältnis zwischen den beiden schlecht sei. „Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist – jedenfalls aus meiner Sicht – unverändert gut“, sagte er. „Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander.“

Quelle: ntv.de, lme

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