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Startseite»Politik»Spannungen zwischen USA und Iran verschärfen sich wieder
Politik

Spannungen zwischen USA und Iran verschärfen sich wieder

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 04.05.2026 • 22:12 Uhr

Die USA wollen Schiffe aus dem Persischen Golf befreien und die Blockade der Straße von Hormus beenden. Iran droht mit Angriffen und attackiert die Golfstaaten. Trotz Waffenruhe spitzt sich die Lage wieder zu.

Zwischen Iran und den USA gilt eigentlich eine Waffenruhe. Doch die anhaltende iranische Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus führt dazu, dass sich die Spannungen wieder verschärfen – inklusive Drohungen und dem Einsatz von Kriegsschiffen. Sogar die Golfstaaten melden wieder Angriffe.

Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, mit der Befreiung von Schiffen zu beginnen, die im Persischen Golf festsitzen und wegen der iranischen Blockade nicht durch die Straße von Hormus fahren können. Am Montag teilte dann das für die Golfregion zuständige Regionalkommando CENTCOM der US-Streitkräfte mit, dass zwei Kriegsschiffe die Meerenge durchfahren hätten. Die beiden Zerstörer befänden sich nun im Persischen Golf.

Zudem hätten zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe die Straße von Hormus passiert. „Die amerikanischen Streitkräfte unterstützen aktiv die Bemühungen, die Durchfahrt für die Handelsschifffahrt wiederherzustellen“, hieß es in einer Mitteilung.

Die iranischen Revolutionsgarden dementierten, dass Handelsschiffe die Meerenge durchquerten. Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem, die Marine habe Warnschüsse in der Nähe von US-Zerstörern abgefeuert. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, zwei Raketen hätten das Schiff am südlichen Eingang der Meerenge getroffen. Das wiederum wiesen die USA zurück.

Iran attackiert Ölanlagen in Emiraten

Nach dem Versuch der US-Marine, die iranische Blockade der Straße von Hormus zu durchbrechen, kam es erstmals seit Beginn der Waffenruhe zu schweren Angriffen. In einem Industriegebiet der Hafenstadt Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emirate brach ein Großbrand aus. Dem emiratischen Verteidigungsministerium zufolge attackierte Iran mehrere Teile des Golfstaats mit vier Marschflugkörpern. Der Oman meldete einen Angriff auf ein Wohngebäude.

Südkorea meldete eine Explosion auf einem seiner Handelsschiffe. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO registrierte Treffer auf zwei Schiffen vor der Küste der Emirate. Der dortige Ölkonzern ADNOC bestätigte einen Drohnenangriff auf einen leeren Tanker.

Irans Streitkräfte verteidigten später den Angriff auf Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sei das Ergebnis des „Abenteurertums der US-Armee“, sagte ein namentlich nicht genannter Militärvertreter dem staatlichen iranischen Rundfunk.

Die USA haben hingegen mehrere Schnellboote der Islamischen Republik zerstört. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social von sieben Schiffen, der Kommandeur des zuständigen Regionalkommandos, Admiral Brad Cooper, berichtete von sechs versenkten Booten. Die Kleinboote hätten „die Handelsschifffahrt bedroht“ und seien von Kampfhubschraubern der US-Streitkräfte beschossen worden. Teheran dementierte, dass iranische Boote versenkt worden seien.

Trump droht Iran mit Vernichtung

US-Präsident Trump drohte Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe mit Vernichtung. Der Iran werde „von der Erde gefegt“, sollte er Schiffe angreifen, die im Rahmen der neuen US-Initiative zur Öffnung der Straße von Hormus im Einsatz seien, zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Interview.

Laut US-Kommandeur Cooper befinden sich aktuell Schiffe aus 87 verschiedener Nationen im Persischen Golf. Bei ihnen handele es sich um „neutrale und unschuldige Dritte“. Innerhalb der vergangenen zwölf Stunden hätten die USA zu Dutzenden Schiffen und Reedereien den Kontakt aufgenommen, um den Verkehr durch die für den Welthandel wichtigen Meerenge voranzutreiben.

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