Unzufriedenheit mit der ParteiLinnemann warnt vor massiver Austrittswelle aus CDU
Die Bundesregierung und Kanzler Friedrich Merz schmieren in Umfragen ab. Die Ampel-Koalition und Olaf Scholz waren zum gleichen Zeitpunkt ihrer Amtszeit beliebter. In der CDU soll es bereits zahlreiche Parteiaustritte geben. Und es werden anscheinend noch deutlich mehr befürchtet.
Angesichts wachsender Unzufriedenheit in den eigenen Reihen hat CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann Parteikreisen zufolge vor einer massiven Austrittswelle aus der CDU gewarnt. Linnemann sprach in der CDU-Präsidiumssitzung am vergangenen Montag von zahlreichen Austritten in diesem Jahr, wie „Bild“ unter Berufung auf hochrangige Parteikreise berichtete. Dabei habe er einen Schwund von mehreren zehntausend Mitgliedern hochgerechnet.
Gehe die Entwicklung so weiter, würde die CDU bis zum Ende der Legislaturperiode 50.000 Mitglieder verlieren, sagte Linnemann Parteikreisen zufolge. Linnemann selbst wollte die Aussagen auf „Bild“-Anfrage nicht kommentieren. Aus Parteikreisen hieß es, diese Zahl sei ein hochgerechnetes „Worst Case“-Szenario gewesen.
Dennoch wird „Bild“ zufolge intern eingestanden, dass die aktuelle Entwicklung auch mit der unbeliebten Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz zusammenhängt. 2026 sei auch auf die Mitglieder-Bilanz bezogen bislang kein gutes Jahr gewesen.
Die aktuelle Entwicklung stellt eine Wende dar: 2024 verzeichnete die CDU mehr als 20.000 Eintritte und überholte die SPD als mitgliederstärkste Partei. Dies wurde auch auf Merz zurückgeführt, der damals die Ampel-Regierung als Oppositionschef unter Druck setzte.
