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Startseite»Nachrichten»Aber: „Emotionale Bindung“: Till Backhaus versichert: „Nein, bin nicht walsinnig geworden“
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Aber: „Emotionale Bindung“: Till Backhaus versichert: „Nein, bin nicht walsinnig geworden“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 22, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Aber: „Emotionale Bindung“Till Backhaus versichert: „Nein, bin nicht walsinnig geworden“

Er schaute dem Wal bei seinen elf Besuchen tief in die Augen: Till Backhaus. (Foto: picture alliance/dpa)

Das Drama um den gestrandeten Buckelwal nimmt Till Backhaus besonders mit. Als Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns fühlte er sich für das Tier verantwortlich, erzählt er in einem Interview. Er reagiert auf Kritik – und erhebt eigene.

Im Drama um den gestrandeten und inzwischen verstorbenen Buckelwal aus der Ostsee hat Till Backhaus die Kritik an seiner Rolle zurückgewiesen. „Nein, ich bin nicht walsinnig geworden“, antwortete der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns im Interview mit dem „Stern“ auf eine entsprechende Frage nach seinem Verhalten in den vergangenen Wochen. „Ich habe verantwortungsbewusst gehandelt.“

Der SPD-Politiker war in die Kritik geraten, nachdem er den umstrittenen Rettungsversuch einer privaten Initiative geduldet hatte, obwohl mehrere Wissenschaftler davor warnten – unter anderem jene Gutachter, die Backhaus selbst beauftragt hatte. Backhaus erklärte, die Gutachter hätten den Wal letztmalig vor Ostern gesehen, danach habe sich die Lage geändert. „Die Wissenschaft kann sich im Übrigen auch irren. So wurde gesagt, der Wal könnte in fünf Tagen sterben, vielleicht auch in 21. Aber hat er nicht viel länger gelebt?“

Vor einigen Tagen wurde der Kadaver des toten Wals vor der dänischen Küste angeschwemmt. Auf die Frage, wie er sich gefühlt habe, als er davon hörte, sagte Backhaus: „Ich war sehr traurig. Ihn zu retten, war meine große Hoffnung.“ Deshalb nenne er den Wal auch „Hope“: Er habe dem Tier mehrfach in die Augen geschaut, sei insgesamt elfmal am Wal gewesen, habe dessen „Lebenswillen und Lebensmut“ erkannt. „Ich räume auf jeden Fall ein, dass ich eine emotionale Bindung zu dem Wal hatte.“

Zugleich habe er sich verantwortlich gefühlt, sagte Backhaus, für Mecklenburg-Vorpommern und für den Wal. „Gucken Sie mal nach Schleswig-Holstein. Wer von der Regierung war denn da wie oft vor Ort? Wir als Landesregierung haben uns gekümmert. Ich habe mich gekümmert.“

Gleichwohl müsse das Schicksal des Wals noch besser verstanden werden. „Es wird zu untersuchen sein, was dieser Wal insgesamt an Strapazen absolvierte“, so Backhaus. „Was da vielleicht noch in anderen Bundesländern passierte. Die Geschichte des Wals ist noch nicht zu Ende geschrieben.“

Quelle: ntv.de, ses

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