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Startseite»Politik»Alaska: 15-Jähriger nach Tagen auf gekentertem Boot gerettet
Politik

Alaska: 15-Jähriger nach Tagen auf gekentertem Boot gerettet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 12.09.2026 • 12:04 Uhr

Ein Teenager hat sich in der kalten Beringsee vor Alaska zwei Tage lang auf einem gekenterten Boot über Wasser gehalten. Er wurde schließlich von einem Fischerkutter gerettet – zwei seiner Begleiter starben jedoch.

Er überlebte zwei Tage lang auf einem kieloben treibenden Boot in der kalten Beringsee: Nach langer Suche haben Einsatzkräfte in Alaska einen 15-jährigen Jungen gerettet.

Der Jugendliche Derek Parker Aghnaanga sei stark unterkühlt und auf dem gekenterten Boot sitzend gefunden worden, schrieb die örtliche Küstenwache. Sein älterer Bruder und ein Cousin, die mit ihm zum Fischen ausgefahren waren, überlebten nicht.

Das Boot wurde in der Nähe der abgelegenen St. Lawrence Insel entdeckt, die näher an Russland als an den Vereinigten Staaten liegt. Der Kapitän des Fischkutters, der den Jungen rettete, sagte der 15-Jährige habe sich in der Dunkelheit und bei Wassertemperaturen um 10 Grad Celsius an das Boot geklammert.

„Ein tougher Junge“

Videoaufnahmen von der Rettung zeigen den Jungen in einer knallgelben Jacke kniend auf dem kleinen umgekippten Boot. Der Kapitän des Fischkutters, Adam White, zeigte sich beeindruckt, dass der 15-Jährige die Disziplin aufgebracht habe, in der zum Teil stürmischen Beringsee zu überleben und nicht die Hoffnung zu verlieren: „Ein tougher Junge.“ Das Wasser sei eiskalt gewesen, etwa zehn Grad, sagte er.

Obwohl dem Teenager vor Kälte die Zähne geklappert hätten, habe er direkt gesagt, dass sein Bruder noch unter dem Boot liege, schilderte der Kapitän. Und dann habe er erzählt, dass sein Cousin in der Nacht zuvor ertrunken sei.

Bruder und Cousin starben bei Havarie

Die Drei waren vom Dorf Savoonga auf St. Lawrence Island aufgebrochen. Ein Bruder des überlebenden Teenagers berichtete im Fernsehsender NBC, dass seine Familie in der kommerziellen Fischerei tätig sei und oft lange Zeit auf See verbringe. Sein Bruder habe ihm erzählt, dass sich im Motor des Bootes eine Angelschnur verfangen habe, die sie nicht hätten lösen können. Unnavigierbar sei das Boot bei schlechtem Wetter dann gekentert

Die Küstenwache teilte mit, dass eine ihrer Flugbesatzungen den Jungen gesichtet und dann Kontakt zur Crew des Kutters „Northwest Explorer“ aufgenommen habe, die ihn dann gerettet habe.

Mutter weinte vor Freude

Derek Parker Aghnaangas Mutter war bei der Rettungsaktion live über Funk zugeschaltet. „Wir haben alle geweint und vor Freude gejubelt, als der Kapitän über Funk verkündete: ‚Wir haben einen Jungen gefunden, er lebt, er lebt‘“, sagte sie. „Dann fragten wir: ‚Wo sind die anderen?‘“

Nach Angaben des Bruders habe der 15-Jährige sich an den Rat seines Vaters für solche Fälle erinnert: sich warmhalten, die Hände in den Handschuhen lassen, nicht einschlafen, nicht vom Boot rutschen. Und während nachts die Wellen auf ihn schlugen, habe sein Bruder kniend gebetet, und die Hoffnung gerettet zu werden, nie aufgegeben.

Mit Informationen von Gabi Biesinger

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