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Startseite»Betrugsmaschen»Altes Ceuta-Video als aktuelle Eskalation missbraucht – Falschmeldung!
Betrugsmaschen

Altes Ceuta-Video als aktuelle Eskalation missbraucht – Falschmeldung!

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 17, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Aktuell wird auf X, Facebook und anderen Plattformen ein Video verbreitet, das einen Angriff auf einen Polizeiwagen in Ceuta zeigen soll. Die Beiträge stellen die Aufnahmen in Zusammenhang mit der angespannten Migrationssituation in der spanischen Exklave Ende Juli und Anfang August 2026.

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Weitere Informationen

Diese Einordnung ist jedoch falsch. Das Video ist nicht aktuell. Es entstand bereits am 24. Mai 2021 während eines Besuchs des damaligen Vox-Vorsitzenden Santiago Abascal in Ceuta. Die Szenen zeigen Auseinandersetzungen aus diesem Anlass und nicht die Ereignisse der aktuellen Migrationslage.

Das Video ist echt, aber nicht aktuell

Die Aufnahmen wurden bereits 2021 veröffentlicht. Sowohl Santiago Abascal als auch die Partei Vox verbreiteten damals Videos und Beiträge zu den Vorfällen über ihre damaligen Twitter-Konten. Überdies berichteten mehrere spanische Medien über die Auseinandersetzungen in Ceuta.

Die derzeitige Verbreitung erzeugt jedoch einen falschen Eindruck, indem das alte Video ohne den ursprünglichen Kontext gemeinsam mit aktuellen Berichten über die Migration nach Ceuta veröffentlicht wird. Dadurch entsteht der Eindruck, die Szenen seien erst kürzlich aufgenommen worden.

Mimikama · Unabhängig seit 2011

Diese Warnungen entstehen nicht automatisch.

Hinter jedem Hinweis stehen Recherche, Prüfung und redaktionelle Arbeit. Wenn du möchtest, dass Mimikama auch die nächste Masche früh erkennt und erklärt, hilf mit.


Die Gruppenzuschreibung bleibt teilweise unbelegt

In den aktuellen Beiträgen werden die gezeigten Personen als „marokkanische Muslime“ bezeichnet. Für diese religiöse Zuschreibung gibt es jedoch keinen belastbaren Nachweis.

Nach Angaben der lokalen Nachrichtenseite Ceuta Ahora wurden im Zusammenhang mit den damaligen Ausschreitungen mindestens zwei Personen festgenommen, die dem Bericht zufolge marokkanische Staatsangehörige waren. Daraus lässt sich jedoch weder ableiten, dass sämtliche im Video gezeigten Personen Marokkaner waren, noch dass sie Muslime sind. Die religiöse Einordnung ist Teil der viralen Behauptung und wird durch die vorliegenden Informationen nicht belegt.

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Der fehlende Zeitkontext verändert die Aussage

Alte Videos werden häufig erneut verbreitet, wenn aktuelle Ereignisse ähnliche Themen betreffen. In diesem Fall wird ein reales Video mit einer aktuellen Migrationsdebatte verknüpft. Die Bilder selbst sind authentisch, ihre zeitliche Einordnung ist jedoch falsch.

Wer solche Beiträge sieht, sollte deshalb prüfen, wann die Aufnahmen ursprünglich entstanden sind und ob seriöse Quellen den behaupteten Zusammenhang bestätigen.

Bewertung: Irreführend. Das Video zeigt echte Ereignisse in Ceuta, wird aber fälschlich als Aufnahme der aktuellen Migrationslage aus dem Jahr 2026 verbreitet.

FAQ zum Thema: Ceuta-Video 2026

Zeigt das Video die aktuelle Migrationslage in Ceuta aus Juli 2026?

Nein. Die Aufnahmen stammen vom 24. Mai 2021 und stehen im Zusammenhang mit einem Besuch des Vox-Vorsitzenden Santiago Abascal in Ceuta.

Sind die im Video gezeigten Personen nachweislich „marokkanische Muslime“?

Nein. Für die religiöse Zuschreibung gibt es keinen belastbaren Nachweis. Lediglich zu mindestens zwei Festgenommenen berichtete ein lokales Medium, dass sie marokkanische Staatsangehörige gewesen seien.

FACTCHECK

Maldita.es

11. August 2026

MEDIA

Archive.today

24. Mai 2021

✓ Dieser Fall wurde geprüft

Der nächste Fake ist schon unterwegs.

Diesen hier hast du geprüft gesehen – die meisten Menschen sehen ihn ungeprüft. Bleib ihnen einen Schritt voraus.

Früher gewarnt werden →

Kostenlos · Jederzeit abbestellbar

📩 Mir ist auch etwas Verdächtiges begegnet – prüfen lassen

Hilde O in einer lebhaften Diskussion über Online-Sicherheit.

Hilde Ollig

Hilde Ollig ist Rechercheurin bei Mimikama, Österreichs
führender Faktencheck-Organisation. Sie ist spezialisiert
auf die Überprüfung von Behauptungen in sozialen Medien
und unterstützt das Redaktionsteam mit akribischer
Quellenarbeit bei der Aufklärung über Internetmissbrauch.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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Dr. Heinrich Krämer
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