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Angriffe als Zwangsdiplomatie: Hegseth: USA sehr gut im Verhandeln mit Bomben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Angriffe als ZwangsdiplomatieHegseth: USA sehr gut im Verhandeln mit Bomben

Pentagon-Chef Pete Hegseth fordert Zugeständnisse des Iran. (Foto: AFP)

Die Waffenruhe wird immer brüchiger. In der zweiten Nacht in Folge starten die USA und der Iran gegenseitige Angriffe. Dazu kommen martialische Drohungen des US-Präsidenten Trump in Richtung Teheran. Sein Verteidigungsminister Hegseth stößt in das gleiche Horn.

Das Pentagon hat die jüngste Angriffswelle gegen den Iran als einen Akt der Zwangsdiplomatie bezeichnet. Die Angriffe zielten darauf ab, den Iran zu Zugeständnissen am Verhandlungstisch zu bewegen. „Wenn wir mit Bomben verhandeln müssen, dann verhandeln wir mit Bomben. Und wir sind sehr gut darin“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth.

US-Streitkräfte griffen in der Nacht Dutzende Ziele an, darunter Luftabwehr- und Radaranlagen in der Nähe der Straße von Hormus, sagte ein ranghoher US-Beamter. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen im ganzen Land, darunter in der Großstadt Karadsch nordwestlich von Teheran und in Gebieten entlang der Straße von Hormus. Staatsmedien meldeten, die iranische Luftabwehr habe sich mit US-Kampfjets auseinandergesetzt. Der Iran erklärte, er habe die US-Fünfte Flotte in Bahrain mit einer Drohne angegriffen.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einem Fernsehbericht zufolge Teheran in martialischen Worten mit weiteren heftigen Bombardierungen gedroht. Für den Fall, dass der Iran den US-Bedingungen für ein Ende des Krieges nicht nachkomme, „werden wir morgen Nacht den Sch… aus ihnen bomben“, drohte Trump nach Angaben eines Reporters des Fernsehsenders Fox News in einem Gespräch. Zuvor hatte er im Weißen Haus erklärt: „Wir standen kurz vor einem Abkommen, aber sie halten uns hin, sie halten uns weiterhin zum Narren.“

Die USA hätten den Iran mit 49 Tomahawk-Marschflugkörpern angegriffen, sagte Trump. Einige der ins Visier genommenen Ziele lagen demnach nur rund 60 Kilometer von Teheran entfernt. Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom bezeichnete die nächtlichen Einsätze als „Selbstverteidigung“. Es handele sich um „eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Iran“. Iranische Medien berichteten von Explosionen im Süden des Landes in der Nähe der Straße von Hormus.

Es war bereits die zweite Nacht in Folge mit gegenseitigen Angriffen. Nach dem Abschuss eines Hubschraubers hatte die US-Armee in der Nacht zum Mittwoch Vergeltungsangriffe auf den Iran geflogen. Auch danach attackierten die Revolutionsgarden im Gegenzug nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in der Golfregion.

Quelle: ntv.de, gut/DJ/AFP

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