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Startseite»Politik»Auch Bilger will Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen verbessern
Politik

Auch Bilger will Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen verbessern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 10.08.2026 • 11:16 Uhr

Seit dem Drohnenvorfall in Leipzig wird über bessere Sicherheitsmaßnahmen an deutschen Flughäfen diskutiert. Der Bundesverkehrsminister will nun bei der Abwehr nachbessern – andere plädieren für Bundeswehreinsätze auch im Innern.

Nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen will Bundesverkehrsminister Steffen Bilger nun schnell nachbessern. Im Fokus stehen dabei Vorkehrungen zur Entdeckung und Abwehr von Drohnen an deutschen Flughäfen.

Zuständig für die Sicherheit im Luftraum rund um die Flughäfen sei die Deutsche Flugsicherung, sagte Bilger dem Nachrichtenportal Politico. Rechtzeitiges Erkennen von Drohnen spiele dabei „natürlich eine wesentliche Rolle“, so Bilger weiter. „Frankfurt und München sind da inzwischen besser ausgestattet. Was die anderen Flughäfen angeht, haben wir keine Zeit zu verlieren. Ich will bei der weiteren Ausrüstung beschleunigen, was geht“, betonte er.

Günther fordert Zusammenarbeit von Bund und Ländern

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich angesichts der Bedrohungslage durch Drohnen für eine verbesserte Drohnenabwehr ausgesprochen. Er sagte dem Deutschlandfunk, dass Bundeswehreinsätze auch im Inneren ermöglicht werden sollten. „Weil man bei Drohnen kaum unterscheiden kann, ob es sich um eine außenpolitische oder innenpolitische Bedrohung handelt“, so Günther. Deswegen müsse auch über eine Änderung des Grundgesetzes gesprochen werden.

Generell sei er davon überzeugt, dass beim Thema äußere und innere Sicherheit die strikte Trennung zwischen Bund und Ländern nicht mehr zeitgemäß sei. Stattdessen sollten angesichts der aktuellen Bedrohungslage die Kompetenzen von Bund und Ländern noch stärker gebündelt werden.

Man merke bei den Drohnen, dass Profis am Werk sind. „Und so professionell, wie das gemacht ist, kann man sich kaum vorstellen, dass da nicht auch eine staatliche Infrastruktur dahintersteckt.“ Deshalb sei es wichtig, mit der besten Technik ausgerüstet zu sein. Das sei „nur im Schulterschluss zwischen Bund und Ländern“ möglich.

Dobrindt verdoppelt Anti-Drohnen-Abwehr

Am Flughafen Leipzig/Halle ist in der vergangenen Woche eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. Der Sprengsatz wurde von Experten der Bundespolizei entschärft. In der Nähe der Drohne befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.

Als Reaktion darauf kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Medienberichten zufolge an, die Anti-Drohnen-Einheit der Bundespolizei zu verdoppeln. So sollen im Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) künftig 300 statt 150 Einsatzkräfte für die Drohnenabwehr zur Verfügung stehen, berichtete die Bild am Sonntag unter Verweis auf Regierungskreise.

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