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Startseite»Nachrichten»Auch SpaceX und Sandisk im Minus: Spannungen rund um Straße von Hormus belasten Wall Street
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Auch SpaceX und Sandisk im Minus: Spannungen rund um Straße von Hormus belasten Wall Street

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Auch SpaceX und Sandisk im MinusSpannungen rund um Straße von Hormus belasten Wall Street

Bald beginnt wieder die Berichtssaison. (Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Trump kündigt eine Marineblockade gegen Iran an. Daraufhin steigen die Preise für Rohöl. Nach einem erfolgreichen US-Börsendebüt bricht die Aktie des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix ein. Auch SpaceX schwächelt.

An den US-Börsen sind Anleger nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Irans in Deckung gegangen. Für Verunsicherung sorgten ein Sprung bei den Ölpreisen und der anhaltende Abwärtstrend bei US-Chipwerten. Der technologielastige Nasdaq gab zum Wochenauftakt bis zu 1,5 Prozent auf 25.892 Punkte nach. Der Dow-Jones-Index verlor ein halbes Prozent auf 52.351 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 fiel in der Spitze um 0,8 Prozent auf 7515 Zähler.

Nach gegenseitigen Raketen- und Drohnenangriffen kündigte US-Präsident Donald Trump am Montag an, die Marineblockade gegen den Iran wieder aufzunehmen. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich daraufhin um mehr als sieben Prozent auf bis zu 81,71 Dollar und 76,72 Dollar je Barrel. Die jüngsten Angriffe markieren eine deutliche Verschärfung des Konflikts und gefährden das Abkommen, das eine 60-tägige Verhandlungsphase vorsah. Trump erklärte die Waffenruhe für beendet.

„Der Fokus wird weiterhin auf der Zahl der einlaufenden Tanker liegen, da eine geringere Zahl die Produktion beeinträchtigen könnte“, sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. „Deshalb sehen wir derzeit einen Risikoaufschlag sowie ein Störungsrisiko, die die Preise stützen.“ Angesichts der drohenden langfristigen Störungen gehen Analysten davon aus, dass Länder nach dauerhaften Umgehungsmöglichkeiten für die Meerenge suchen. Die Investmentbank Goldman Sachs schätzt, dass durch den Ausbau von Pipelines im Nahen Osten bis Ende 2028 mehr als 60 Prozent der Vorkriegs-Ölexporte aus der Golfregion vor künftigen Störungen geschützt werden könnten.

US-Chipwerte und SpaceX unter Druck

Besonders unter Druck gerieten Technologiewerte, allen voran die Aktien von Chipherstellern. Die Papiere von Western Digital verloren sieben Prozent, Micron gaben fünf Prozent nach und Sandisk brachen um zwölf Prozent ein. „Diese Speicherchip-Aktien haben in kurzer Zeit seit Jahresbeginn viel Anlegerinteresse auf sich gezogen. Eine solche Bewegung ist nicht normal“, sagte Robert Pavlik, Portfoliomanager bei Dakota Wealth. „Heute fließt Kapital aus diesem Marktsegment ab, nervöse Anleger verkaufen, und diese Verkäufe erzeugen noch mehr Abwärtsdruck.“

Nach dem erfolgreichen US-Börsendebüt vom Freitag brachen auch die Aktien des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix in der Spitze um 9,9 Prozent ein. Auch die Aktien von Elon Musks Raumfahrt- und KI-Unternehmens SpaceX rutschten auf den niedrigsten Stand seit dem Börsengang im Vormonat und notierten zuletzt rund fünf Prozent schwächer.

„Der eskalierende Iran-Konflikt stellt auf die Probe, ob das breit angelegte Wachstum des Aktienmarktes Bestand haben kann“, sagte Alex Guiliano, Chefanlagestratege bei Resonate Wealth Partners. Die Kursverluste fallen in eine Woche, in der wichtige Unternehmens- und Konjunkturdaten erwartet werden. Mit Spannung warteten Anleger auf die Berichtssaison zum zweiten Quartal, die traditionell die großen Wall-Street-Banken eröffnen. Zudem haben Anleger die US-Verbraucherpreise am Dienstag im Blick, die neue Hinweise auf den Zinskurs der US-Notenbank Fed geben könnten. Am Dienstag wird Fed-Vorsitzender Kevin Warsh voraussichtlich seine erste geldpolitische Anhörung vor dem Kongress abhalten.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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