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Startseite»Nachrichten»Aus nach heftiger Kritik: Hochrangiger Infantino-Kritiker verlässt die FIFA
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Aus nach heftiger Kritik: Hochrangiger Infantino-Kritiker verlässt die FIFA

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Aus nach heftiger Kritik

Hochrangiger Infantino-Kritiker verlässt die FIFA

17.08.2026 | 21:59 Uhr

Kevin Lamour ahnt es schon, jetzt ist es passiert: Seine heftige Kritik an seinem Boss, FIFA-Präsident Gianni Infantino, kostet ihn den Job. Offenbar schmeißt er aber von selbst hin.

Gut zwei Wochen nach der scharfen Kritik von Kevin Lamour am FIFA-Präsidenten Gianni Infantino haben sich der Weltverband des Fußballs und sein Betriebsdirektor getrennt. Die FIFA bestätigte am Montagabend auf SID-Anfrage einen Bericht der „New York Times“.

„Die FIFA kann bestätigen, dass die Zusammenarbeit mit Kevin Lamour als Chief Operating Officer am 17. August 2026 beendet wurde“, teilte der Verband mit. „Die FIFA dankt Kevin für seine zwei Jahre im Dienst und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.“ Ansonsten werde zum Thema „kein weiterer Kommentar“ abgegeben.

„Zumindest werde ich nachts ruhig schlafen“

Nach Bekanntwerden von Infantinos Plan, Anteile an der WM und anderen Turnieren an Investoren zu verkaufen, hatte Lamour sich eindeutig gegen seinen Chef gestellt. Infantino habe die Mitarbeiter hintergangen. Sie hätten Besseres verdient als Missachtung und Einschüchterung, hatte es in einem Schreiben Lamours, das der US-Nachrichtenagentur Associated Press vorlag, geheißen. Er nehme in Kauf, wegen seiner Kritik gegebenenfalls seinen Job zu verlieren. „Ich werde diese Entscheidung verstehen und respektieren. Zumindest werde ich nachts ruhig schlafen“, hatte Lamour gesagt.

Nach einem gewaltigen Aufschrei quer durch den Fußball hat Infantino seine Investorenpläne verworfen. „Es ist das Projekt einer Person“, schrieb Lamour und forderte indirekt Konsequenzen. „Nicht nur darf dieses Projekt nicht weitergehen. Aber die Zeit ist nun gekommen, dass sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen.“

Zuvor war Lamour stellvertretender Generalsekretär der UEFA, wo er seit 2007 tätig war. Lamour folgt mit seinem Rücktritt auf Infantinos leitenden Berater Carlos Cordeiro, der im Juli aufgrund seiner Ablehnung der Infantino-Pläne zurückgetreten war.

Derzeit sammelt Infantino Unterstützer, um sich bei der Wahl im März als Präsident bestätigen zu lassen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) droht weiterhin mit einem Boykott von FIFA-Turnieren.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid

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