„Beste Zeit meiner Karriere“
WM-Rakete Saibari schweigt sich zum FC Bayern aus
20.06.2026 | 05:27 Uhr
Ismael Saibari schießt sich mit seinem nächsten Treffer bei der Fußball-WM weiter in den internationalen Fokus. Der marokkanische Offensivspieler weicht der Frage zum FC Bayern indes aus.
Ismael Saibari strahlte. Die Fragen zu seinem bevorstehenden Wechsel zu Bayern München blockte der Stürmer aber ab, viel lieber genoss er den Moment. Zweites Spiel, zweiter Treffer, Marokko auf Kurs K.-o.-Runde – Saibari lässt die Löwen vom Atlas nach seinem Blitztor gegen Schottland (1:0) von einem ähnlichen WM-Coup wie vor vier Jahren träumen.
„Es ist die beste Zeit meiner Karriere, weil ich, seitdem ich klein bin, davon träume, mit meinem Land bei einer WM zu spielen. Das habe ich geschafft. Jetzt habe ich zwei Tore für mein Land geschossen. Ich bin einfach glücklich“, sagte der Torjäger nach dem 1:0 gegen Schottland, das er mit mit einem fulminanten Schuss bereits nach 70 Sekunden herbeigeführt hatte. Schon beim 1:1 zum WM-Auftakt gegen Brasilien hatte Saibari das einzige Tor für die Nordafrikaner erzielt. „Ob ich eine Entdeckung dieser WM bin, sollen andere beurteilen“, meinte Saibari.
Klopp lobt Bayern-Wunschtransfer Saibari
Zumindest für den FC Bayern scheint Saibaris Entwicklung nicht überraschend zu kommen. Der Rekordmeister soll den Marokkaner bereits seit längerer Zeit beobachten – nun deutet vieles auf einen erfolgreichen Abschluss der Bemühungen hin. Medienberichten zufolge hat der Offensivspieler der PSV Eindhoven den Medizincheck bereits während des Turniers absolviert und bestanden. Über eine Ablöse jenseits der 50 Millionen Euro wird spekuliert.
So blockt Saibari die Bayern-Frage ab
Auch wenn die offizielle Bekanntgabe des Transfers noch auf sich warten lässt, hält sich Saibari bedeckt. Fragen zu dem bevorstehenden Wechsel blockte er nach dem WM-Sieg ab. „Danke“, sagte der in Spanien geborene Offensivspieler lediglich und leitete zur nächsten Frage über.
Die Botschaft war eindeutig: voller Fokus auf die WM-Mission, ohne sich von Nebengeräuschen ablenken zu lassen. Schließlich wollen die Afrikaner diesmal noch einen Schritt weiter gehen als beim Halbfinaleinzug vor vier Jahren. Entsprechend selbstbewusst zeigte sich Saibari: „Wir haben unsere Ziele, für die wir kämpfen werden. Wir können sehr weit kommen“, sagte er. Mit vier Punkten nach zwei Spielen kann die Mannschaft von Trainer Mohamed Ouahbi fast schon mit der K.-o.-Runde planen. Doch Marokko will mehr.
Buhmann Hakimi
„Wir haben unsere Ziele und arbeiten darauf hin. Aber wir nehmen Spiel für Spiel. Jetzt schauen wir uns das nächste Spiel an und erholen uns – dann sehen wir weiter“, sagte Saibari mit Blick auf das letzte Spiel in Gruppe C gegen Haiti in der Nacht auf Donnerstag (0.00 Uhr, ZDF und MagentaTV sowie im Liveticker bei ntv.de). Marokkos Fans hoffen, dass Saibari weiter den Moment genießt. Und trifft. „Ich versuche einfach, dem Team zu helfen“, sagte er: „So wie jeder seine Arbeit macht.“
Euphorisierte US-Boys feiern kämpferischen Sieg

Buhrufe hagelte es derweil vor 64.146 Fans in Foxborough für Marokkos Kapitän Achraf Hakimi, der in den Stunden vor der Partie die Schlagzeilen bestimmt hatte. Denn wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung muss sich der PSG-Verteidiger in Frankreich vor Gericht verantworten, wie das Berufungsgericht Versailles am Freitag mitgeteilt hatte. Es geht um Vorwürfe aus dem Jahr 2023, die der frühere Dortmunder stets bestritten hat.
Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid/dpa
