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Startseite»Nachrichten»Brite feierte Trump und ICE: Rechtsextremer Blogger Yiannopoulos in US-Abschiebehaft
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Brite feierte Trump und ICE: Rechtsextremer Blogger Yiannopoulos in US-Abschiebehaft

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Brite feierte Trump und ICERechtsextremer Blogger Yiannopoulos in US-Abschiebehaft

Yiannopoulos 2021 auf einem Treffen katholischer Bischöfe in Baltimore. (Foto: REUTERS)

Für die Einwanderungs-Behörde ICE hatte der rechtsextreme britische Blogger Yiannopoulos nur Lob und Verständnis übrig. Nun sitzt das Enfant terrible selbst in einem US-Abschiebeknast. Das Heimatschutzministerium nennt den 41-Jährigen einen „illegalen Ausländer“.

Der für seine provokanten Äußerungen bekannte britische rechtsgerichtete Kommentator Milo Yiannopoulos ist von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE festgenommen worden. Nach seiner Festnahme am Internationalen Flughafen in New Orleans am Donnerstag drohe dem 41-Jährigen nun die Abschiebung aus den Vereinigten Staaten, teilte das US-Heimatschutzministerium im Onlinedienst X mit. Der Brite werde als „illegaler Ausländer“ betrachtet.

Yiannopoulos, der Donald Trump während seines ersten Präsidentschaftswahlkampfs 2016 unterstützt hatte, war 2019 in die USA eingereist und nach Auslaufen seiner Aufenthaltsgenehmigung weiter im Land geblieben. Nachdem er nicht zu einer Anhörung bei der Einwanderungsbehörde erschienen war, war am 22. Juli seine Abschiebung angeordnet worden. Bis diese nun tatsächlich erfolge, behalte ihn ICE in Haft, erklärte das Heimatschutzministerium, das seinen X-Post mit einem Polizei-Foto des bärtigen Yiannopoulos versah.

Der Brite hatte vor gut einem Jahrzehnt Bekanntheit als selbsternannter Verteidiger der freien Meinungsäußerung und Feind der politischen Korrektheit erlangt. Er ist bekennender Schwuler, wandte sich aber wiederholt gegen die LGBTQ-Gemeinschaft und beschwor traditionelle Werte. Außerdem wird ihm Rassismus und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen. Als 2017 ein Interview kursierte, in dem er Sex zwischen Männern und Jungen verteidigte, kehrte ihm die rechte Szene großteils den Rücken: Yiannopoulos verlor seinen Buchvertrag mit dem Verlag Simon & Schuster, die Conservative Political Action Conference (CPAC-Konferenz) strich ihn von der Rednerliste und das rechte Onlinemedium Breitbart News kündigte dem 41-Jährigen.

Arbeit für Kanye West

Yiannopoulos war zuletzt vor allem für seine Verbindungen zum US-Rapper Ye (zuvor Kanye West), bekannt, wie das Promi-Portal TMZ zu dem Fall berichtete. Er habe fast zwei Jahre lang für ihn gearbeitet, bevor die beiden 2024 ihre Zusammenarbeit aufkündigten.

Nachdem er zunächst ein glühender Unterstützer Trumps war, hatte er sich in jüngster Zeit kritisch über den US-Präsidenten geäußert. Trumps rigides Vorgehen gegen Einwanderer ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung verteidigte der Brite allerdings. „Totale rechtliche Immunität für ICE-Beamte im Dienst“, forderte er im September 2025 auf X. „Kalifornien braucht ICE-Kontrollpunkte an den Eingängen von Supermärkten, Tankstellen, Einkaufszentren, Kreuzungen und Regierungsgebäuden“, schrieb er damals. Jeder, der an den Kontrollpunkten nicht nachweisen könne, dass er sich rechtmäßig in den USA aufhält, solle „sofort abgeschoben“ werden.

Quelle: ntv.de, mau/AFP/dpa

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