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Startseite»Nachrichten»„Das würde ich nicht bezahlen“: Selbst Trump wundert sich über absurde WM-Ticketpreise
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„Das würde ich nicht bezahlen“: Selbst Trump wundert sich über absurde WM-Ticketpreise

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 7, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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„Das würde ich nicht bezahlen“Selbst Trump wundert sich über absurde WM-Ticketpreise

US-Präsident Trump wusste nicht, wie viel die Tickets kosten. (Foto: REUTERS)

Noch sind es etwas mehr als vier Wochen bis zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko, doch schon seit Monaten sorgen die horrenden Ticketpreise für Aufsehen. Nicht nur Fans verstehen die Preispolitik der FIFA nicht, sondern auch US-Präsident Trump ist irritiert.

US-Präsident Donald Trump hat sich überrascht über die hohen Ticketpreise für den Auftakt der US-Nationalmannschaft bei der Fußball-WM gezeigt. „Ich wusste nichts von diesem Betrag“, sagte Trump der „New York Post“: „Ich würde gerne dabei sein, aber ich würde das nicht bezahlen, um ehrlich zu sein.“

Co-Gastgeber USA trifft zum WM-Auftakt am 12. Juni (Ortszeit) in Los Angeles auf Paraguay. Die günstigste Karte kostet auf der Verkaufsseite der FIFA 1940 US-Dollar (1650 Euro), auf der offiziellen Wiederverkaufsseite des Weltverbandes mindestens 1150 Dollar (980 Euro). Nicht nur das: Das teuerste Ticket für das Finale der Weltmeisterschaft 2022 in Katar hatte zum Nennwert etwa 1600 Dollar gekostet, während die teuerste Karte für das Endspiel des diesjährigen Turniers (11. Juni bis 19. Juli) ursprünglich etwa 11.000 Dollar kostet

Trumps Aussage kam nur wenige Stunden, nachdem FIFA-Präsident Gianni Infantino die Preise noch verteidigt hatte. Der Schweizer hatte zuvor betont, dass 25 Prozent der Tickets für die Gruppenphase für unter 300 Dollar angeboten worden seien. „In den USA kann man sich kein College-Spiel ansehen – ganz zu schweigen von einem Profispiel auf einem bestimmten Niveau – für weniger als 300 Dollar“, sagte Infantino: „Und das ist die Weltmeisterschaft.“

Sorgen bei US-Gastgeberstädten

Infantino stellte den Einfluss der Weiterverkaufskultur in den USA auf die Ticketpreise heraus, den die FIFA bei ihrer Bepreisung ebenfalls bedenke. „Wenn man also Tickets zu einem zu niedrigen Preis verkauft, werden diese Tickets zu einem viel höheren Preis weiterverkauft“, sagte Infantino: „Und tatsächlich landen die Tickets, obwohl manche Leute sagen, dass unsere Ticketpreise hoch sind, auf dem Weiterverkaufsmarkt zu einem noch höheren Preis, der mehr als doppelt so hoch ist wie unser Preis.“

In der vergangenen Woche waren auf der Weiterverkaufsplattform der FIFA vier Tickets für das WM-Finale am 19. Juli in New York zum Preis von über zwei Millionen US-Dollar pro Stück angeboten worden – auch dazu bezog Infantino Stellung. „Wenn manche Leute Tickets für das Finale für zwei Millionen Dollar auf dem Weiterverkaufsmarkt anbieten, bedeutet das erstens nicht, dass die Tickets zwei Millionen Dollar kosten“, sagte er: „Und zweitens bedeutet das nicht, dass jemand diese Tickets kaufen wird.“ Sollte jemand Tickets zu diesem Preis erwerben, werde er „ihm persönlich einen Hotdog und eine Cola bringen, um sicherzustellen, dass er ein großartiges Erlebnis hat“, so der 56-Jährige.

Die FIFA sah sich wegen der Ticketpreise zuletzt harscher Kritik ausgesetzt. Die Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE) hatte im März sogar bei der EU-Kommission eine Klage gegen den Weltverband eingereicht. Auch Trump deutete an, dass sich die US-Regierung mit den Preisen befassen könnte. „Ich habe das nicht gesehen, aber ich müsste mich damit beschäftigen“, sagte er. Ihm sei wichtig, dass seine Wähler die Spiele besuchen könnten.

Zugleich behauptete Trump, dass das Turnier wirtschaftlich ein großer Erfolg sei und alle bisherigen Rekorde übertreffe. Doch auch das ist bislang zu bezweifeln. In den US-Gastgeberstädten zeichnet sich bei den Hotels derzeit eine deutlich geringere Nachfrage ab als ursprünglich angenommen. Die Buchungen in Zusammenhang mit dem Großereignis blieben nach Angaben der American Hotel and Lodging Association (AHLA) bislang hinter den Erwartungen der Branche zurück.

Die WM 2026 wird vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen. Mit 48 Teams und 104 Spielen ist es die bislang größte Endrunde. Nach Angaben der FIFA wurden rund fünf Millionen der insgesamt sieben Millionen Tickets bereits verkauft, eine weitere Verkaufsphase läuft seit Donnerstag.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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