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Startseite»Nachrichten»„Der Tag wird kommen“: Tour-Berge könnten Burgfrieden bei Red Bull sprengen
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„Der Tag wird kommen“: Tour-Berge könnten Burgfrieden bei Red Bull sprengen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Der Tag wird kommen“

Tour-Berge könnten Burgfrieden bei Red Bull sprengen

18.07.2026 | 06:35 Uhr

Zwei Kapitäne, aber nur Platz für den Stärkeren? Im Red-Bull-Team dreht sich bei dieser Tour de France nicht alles nur um den reinen Sport. Während der Teamchef an eine friedliche Einigung glaubt, befürchten Experten, dass Florian Lipowitz ein Problem mit dem Ego von Remco Evenepoel bekommen wird.

Die internen Reibereien zwischen den beiden Co-Kapitänen Florian Lipowitz und Remco Evenepoel sind bei der Tour de France laut Teamchef Ralph Denk längst ausgeräumt. Worte „im Eifer des Gefechts“, ein wenig „Misskommunikation“, beschwichtigt der Chef des Red-Bull-Rennstalls. Doch schon an diesem Wochenende wird der verkündete Burgfrieden mit zwei extrem schweren Bergetappen in den Vogesen und im Jura-Gebirge mächtig auf die Probe gestellt.

Was passiert, wenn ein Fahrer vom anderen klar distanziert wird? „Der Tag wird kommen. Dann ist es genau so, wie ich es gesagt habe“, sagt Denk und erwartet, dass sich alle in den Dienst des Stärksten stellen. Ob Evenepoel, der Doppel-Olympiasieger mit dem großen Ego, eine derartige Rolle akzeptieren würde, wird bei einigen Experten angezweifelt.

Zu wenig Führungsarbeit von Lipowitz?

Bei der Kletterpartie zum Tourmalet hinauf und auch einmal kurzzeitig im Zentralmassiv nach Le Lioran verlor Evenepoel zweimal das Hinterrad des deutschen Vorjahresdritten aus den Augen, kämpfte sich aber jeweils zurück. Dass Lipowitz in den Pyrenäen zu wenig Führungsarbeit in der Verfolgergruppe leistete, machte Evenepoel sauer. Wie läuft es an diesem Samstag in den Vogesen mit drei Bergwertungen der ersten Kategorie? Oder am Sonntag bei der Bergankunft zum Plateau de Solaison?

Aktuell ist hinter dem übermächtigen Spitzenreiter Tadej Pogacar alles dicht beisammen. Zwischen dem zweitplatzierten Jonas Vingegaard und dem Siebten Lipowitz liegen nur 68 Sekunden. Dazwischen steht Evenepoel auf dem dritten Rang. Ist für Lipowitz gar eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr möglich? Das werde sich spätestens an diesem Samstag zeigen, „was in der Hinsicht möglich ist“, sagt der 25-Jährige.

Dass einige Rivalen den Kampf um den Gesamtsieg schon als aussichtslos bezeichnet haben, kann Pogacar indes nicht verstehen. „Wenn du nur um den zweiten Platz kämpfst, ist das schade. In einer Grand Tour, wenn du ein starkes Team hast, gibt es so viele Möglichkeiten. Man muss immer versuchen, das Beste herauszuholen“, sagt der slowenische Ausnahmekönner. Pogacar hat gut reden.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa

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