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Drei Verstöße von Samba-Mayela: Französischem Olympia-Star droht Dopingsperre

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Drei Verstöße von Samba-Mayela

Französischem Olympia-Star droht Dopingsperre

Bei den Olympischen Spielen in Paris war Cyréna Samba-Mayela gefeierter Leichtathletik-Star, jetzt droht ihr eine Doping-Sperre. Warum der Fall anders als der von Deutschlands Sprinter Owen Ansah ist.

Der französischen Olympia-Zweiten Cyréna Samba-Mayela droht wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Wie die französische Sportzeitung „L’Équipe“ berichtet, soll die 25 Jahre alte Leichtathletin innerhalb von zwölf Monaten dreimal gegen ihre Meldepflichten verstoßen haben. Werden drei Meldepflicht- oder Kontrollversäumnisse innerhalb von zwölf Monaten festgestellt, liegt nach den Anti-Doping-Regeln ein Verstoß vor.

Die Hürdensprinterin Samba-Mayela ist nach Angaben von „L’Équipe“ bislang nicht gesperrt. Die unabhängige Integritätskommission des Leichtathletik-Weltverbandes (AIU) habe die Französin aufgefordert, die mutmaßlichen Verstöße zu erklären. 

Sportrechtler Lambertz sieht Chancen auf Freispruch

Dem Bericht zufolge wurden Samba-Mayela und der französische Leichtathletik-Verband über eine mögliche Sperre informiert. Die Athletin und ihr Umfeld müssten nun entscheiden, ob sie versuchen, mindestens einen der Verstöße anzufechten, oder eine mögliche Sanktion akzeptieren. Weder Samba-Mayela noch der französische Verband äußerten sich demnach auf Anfrage. Die AIU kommentierte den Fall bislang nicht.

Anderer Fall als der von Ansah

Auch die „Bild“-Zeitung berichtete unter Berufung auf „L’Équipe“ über den Fall. Bei einer längeren Sperre könnte für Samba-Mayela auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles in Gefahr geraten. Die Spiele beginnen am 14. Juli 2028.

Samba-Mayela hatte bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris über 100 Meter Hürden Silber gewonnen und damit die einzige Leichtathletik-Medaille für Gastgeber Frankreich geholt. Im selben Jahr wurde sie in Rom Europameisterin. Bei der EM in Birmingham fehlte die Titelverteidigerin zuletzt wegen Wadenproblemen.

Der Fall unterscheidet sich von dem des deutschen Sprinters Owen Ansah, dem die Verweigerung einer Dopingkontrolle vorgeworfen wird und dem eine vierjährige Sperre droht. Ansah bestreitet, am 9. Juli eine Dopingprobe verweigert zu haben.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa

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