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Startseite»Politik»Ebolavirus in DR Kongo verbreitet sich schneller als je zuvor
Politik

Ebolavirus in DR Kongo verbreitet sich schneller als je zuvor

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 07.08.2026 • 16:46 Uhr

In der DR Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle nach Regierungsangaben auf über 4.000 gestiegen. Gesundheitsexperten haben große Sorgen und wollen klären, ob eine Mutation eine Rolle spielt.

Das Ebolavirus in der Demokratischen Republik Kongo verbreitet sich derzeit so schnell wie nie zuvor. Nach Angaben des nationalen Gesundheitsinstituts sind bei dem aktuellen Ausbruch bislang 4.053 Infektionen und 1.850 Todesfälle registriert worden.

Virus wird auf Mutation überprüft

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo wollen die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) überprüfen, ob es möglicherweise eine Mutation des Virus gibt.

„Wir leiten einige Untersuchungen ein, um zu verstehen, ob es eine Mutation gab. Wir müssen das abklären und wissen, wie wir damit umgehen können“, sagte Jean Kaseya, Generaldirektor von CDC Afrika.

Es gibt keinen Impfstoff

Der Schweregrad dieses Bundibugyo-Ausbruchs – so heißt das auslösende Virus – sei beispiellos, so Kaseya. Gegen die seltene Bundibugyo-Variante gibt es weder eine Therapie noch einen Impfstoff. Auch wenn die WHO Fortschritte sieht. Neben dem Mangel an Impfstoffen erschwerten gekürzte Hilfsgelder, die verspätete Erkennung, überlastete Überwachungssysteme und militärische Konflikte die Eindämmung.

Wir bauen die Kapazitäten aus, aber dieser Ausbruch übersteigt unsere Möglichkeiten.

Jean Kaseya, Generaldirektor von CDC Afrika

Zwar würden Labore und Behandlungszentren gebaut, so Kaseya. Wichtig sei jedoch, dass das Verständnis für die Infektionskrankheit bei den Menschen in der betroffenen Region wachse, warnt Volker Gerdesmeier, Leiter des Afrika-Referats von Caritas international.

Ungeklärter Todesfall: Fast 200 Reisende in Quarantäne

Ein ungeklärter Todesfall löst Sorgen aus. Nach Angaben des Africa CDC starb ein Passagier eines Schiffes infolge einer Erkrankung. Er hatte Ebola-ähnliche Symptome.

Demnach war der Mann erkrankt, nachdem er in Pimu in der Provinz Mongala das Schiff verlassen hatte. Die Region liegt mehr als 1.000 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt. In Mongala gibt es bislang keinen bestätigten Ebola-Fall.

Die Gesundheitsbehörden im Kongo überwachen nun die weiteren fast 200 Reisenden. Diese seien getestet worden und befänden sich in Quarantäne, bis die Ergebnisse vorliegen.

WHO warnt vor einer regionalen Ausbreitung

Die WHO mahnte zuletzt, dass wesentlich mehr für die Eindämmung des Virus getan werden müsse. Die Sicherheitslage in dem von Konflikten geprägten Land, Vertreibung und Bevölkerungsbewegungen über die Grenzen erschwerten Gegenmaßnahmen und erhöhten das Risiko einer regionalen Ausbreitung.

Bei der Ebola-Epidemie in der DR Kongo handelt es sich um die zweitgrößte jemals. Der weltweit größte Ebola-Ausbruch ereignete sich zwischen 2014 und 2016 in Westafrika, als in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 28.000 Fälle registriert wurden.

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