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Entlastung erst ab Ende 2028: Bonner Rheinbrücke bleibt dicht – Neubau nötig

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Entlastung erst ab Ende 2028Bonner Rheinbrücke bleibt dicht – Neubau nötig

Wegen struktureller Schäden kann die Autobahnbrücke nicht mehr genutzt werden. (Foto: picture alliance / Bonn.digital)

Seit Anfang Juni herrscht in und um Bonn Verkehrschaos: Wegen der Sperrung der Friedrich-Ebert-Brücke, die die A565 über den Rhein führt, quälen sich die Autofahrer über Umwege durch die Region. Nach einer Prüfung der Schäden gibt ihr Verkehrsminister Schnieder den Todesstoß.

Die einst vielbefahrene Bonner Nordbrücke kann vorläufig nicht mehr für den Verkehr freigegeben werden. Das sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Die Autobahnbrücke über den Rhein war Anfang Juni wegen Schäden gesperrt worden. An der linksrheinischen Vorlandbrücke sei der Schaden noch größer als angenommen, sagte Schnieder nach der zweiten Sitzung eines Lenkungskreises von Bund, Land und Kommunen in Bonn. Die Brücke solle nun abgerissen und neu gebaut werden. 

Dabei gehe es jetzt um Schnelligkeit, sagte Schnieder. Das Vergabeverfahren werde sofort starten, so dass möglichst noch im Juli mit dem Abriss begonnen werden könne. Ziel sei es, dass die neue Brücke spätestens Ende 2028 für den Verkehr geöffnet werden kann. Nach bisherigen Planungen sollte ein Neubau der zuvor schon durch zahlreiche Schäden aufgefallenen Nordbrücke frühestens in den 2030er Jahren beginnen.

Die Bonner Nordbrücke ist Teil der A565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region. Sie stammt aus den 1960er Jahren und ist marode. Bereits seit Februar galt ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Anfang Juni wurde die Autobahnbrücke über den Rhein dann unerwartet komplett für den Verkehr gesperrt. Aktuelle Prüfungen hätten strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben, teilte die Autobahn GmbH zur Begründung mit.

ADAC: „Vollkatastrophe“

Für die Region wurde die Sperrung zum großen Problem – der ADAC sprach von einer „Vollkatastrophe“. Viele Autofahrer würden in den Kölner Raum ausweichen und dort das ohnehin schon am Limit laufende Verkehrssystem belasten. Auch die Wirtschaft zeigte sich extrem besorgt. „Die Rheinbrücken sind die Lebensadern unserer Region“, erklärte die IHK Bonn/Rhein-Sieg.

In Bonn ballte sich seit der plötzlichen Sperrung der Verkehr. Die Stadt kündigte verschiedene Sofortmaßnahmen an, um die Situation zu entlasten. Unter anderem führte sie vorübergehend kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr ein, um mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu bewegen.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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