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Startseite»Nachrichten»Er bürgte für sie: Verwandter schildert Geldsorgen der Angeklagten im Fall Fabian
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Er bürgte für sie: Verwandter schildert Geldsorgen der Angeklagten im Fall Fabian

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Er bürgte für sieVerwandter schildert Geldsorgen der Angeklagten im Fall Fabian

Die Angeklagte (r.) sitzt neben Anwalt Andreas Ohm (l.) im Verhandlungssaal des Landgerichts Rostock. (Foto: picture alliance/dpa)

Im Prozess um den getöteten Fabian kommt ein Verwandter der Angeklagten zu Wort. Er berichtet von Geldsorgen sowie Verlustängsten der Frau, die den Achtjährigen erstochen und angezündet haben soll. Dabei lässt auch eine seiner Aussagen zu Fabians Vater aufhorchen.

Ein Zeuge aus dem familiären Umfeld der im Fall Fabian wegen Mordes angeklagten Frau hat vor dem Landgericht Rostock von ihren Geldsorgen berichtet. Anfang 2025 habe die 30-Jährige aus finanziellen Gründen eine Umschuldung machen wollen, berichtete der Verwandte. Für die Aufnahme des neuen Kredits in fünfstelliger Höhe habe sie ihn darum gebeten, für sie zu bürgen. Er habe zugestimmt. Aktuell zahlten die Großeltern der Angeklagten, bei denen sie zuletzt gewohnt habe, die Raten.

Laut Anklage soll die Frau Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen und den Leichnam danach in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen.

Die Beziehung zwischen der Angeklagten und Fabians Vater, den er seit Jahren kenne und mit dem er auch Kontakt habe, beschrieb der Zeuge vor Gericht als „hauptsächlich harmonisch“. Er berichtete aber auch von einer Situation, die an ihn herangetragen worden sei, in der der Kindesvater der Angeklagten gegenüber handgreiflich geworden sein soll. Das sei etwa zwei Jahre her. Dem Zeugen zufolge hat die Angeklagte schon in jungen Jahren Verlustängste gehabt. Es sei für sie schwierig, Menschen gehen zu lassen, die sie ins Herz geschlossen habe.

Die Angeklagte hatte am Montag erstmals im Prozess ausgesagt und in einer vierstündigen Erklärung die Tatvorwürfe zurückgewiesen. In dem Indizienprozess wurden bereits Dutzende Zeugen gehört und etliche Gutachten vorgelegt. Am Donnerstag hatte das Landgericht sechs zusätzliche Verhandlungstermine bis zum 8. Oktober angesetzt. Nach der ursprünglichen Planung sollte das Urteil gegen die Angeklagte bereits am 10. September gesprochen werden. Der Prozess läuft seit Ende April.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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