Nach Dürren und Hitzewellen hatten Spanien und Frankreich zuletzt mit riesigen Waldbränden zu kämpfen. Nun sind dort neue Feuer ausgebrochen, wieder mussten Hunderte Menschen vor den Flammen fliehen.
Im Südwesten Spaniens sind knapp 500 Menschen wegen eines Waldbrandes in Sicherheit gebracht worden. Das Feuer habe in der Provinz Huelva bislang rund 8.000 Hektar erfasst, teilte die Regionalregierung von Andalusien mit. Die Flammen hätten sich in den vergangenen Tagen auch wegen starker Winde schnell ausgebreitet. Derzeit seien aber keine Ortschaften unmittelbar gefährdet. In der Nähe der Kleinstadt Niebla, rund 60 Kilometer westlich von Sevilla, sind rund 500 Feuerwehrleute im hügeligen Waldgebiet im Einsatz.
Spanien wird in diesem Jahr von einer außergewöhnlichen Waldbrandsaison heimgesucht. „Seit Jahresbeginn sind fast 200.000 Hektar betroffen“, sagte die Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen. 2026 habe es bereits 40 große Brände gegeben. „Im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 15.“ Nach Angaben des spanischen Waldbrandportals Incendios Forestales waren am Sonntag landesweit 37 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv.
Neuer Brand in Südfrankreich
Dürre und Hitze haben die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet. Wissenschaftlern zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden. Auch in Frankreich loderten zuletzt zahlreiche große Brände.
In Südfrankreich kämpfen Einsatzkräfte erneut gegen einen sich schnell ausbreitenden Waldbrand. Wie die Feuerwehr im Département Lozère mitteilte, war das Feuer gestern Mittag etwa 140 Kilometer nordwestlich von Montpellier ausgebrochen. Zwei Dörfer wurden vorsorglich evakuiert.
