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Startseite»Politik»Flammen in Andalusien breiten sich aus
Politik

Flammen in Andalusien breiten sich aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 11.07.2026 • 16:13 Uhr

Seit Donnerstag brennen im Süden Spanien große Waldflächen, zwölf Menschen starben. Nun mussten wieder Hunderte in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr macht aber Fortschritte bei der Brandbekämpfung.

Der verheerende Waldbrand im Süden Spaniens hat sich weiter ausgebreitet. In der bei Touristen beliebten Provinz Almeria wurden weitere Orte evakuiert. Mehr als 1.400 Menschen mussten ihre Häuser und einen Campingplatz in der Nacht zu Samstag verlassen.

Die Flammen lodern auch unweit beliebter Mittelmeerstrände wie Playa de Mojácar. Augenzeugen berichteten von der enormen Geschwindigkeit, mit der sich die Flammen am Freitag ausbreiteten. Dem Regionalpräsidenten zufolge legte das Feuer zeitweise 15 Kilometer in zwei Stunden zurück.

Offenbar auch Touristen unter den Toten

Etwa 500 Feuerwehrleute sowie Soldaten kämpfen gegen die Flammen. Auch mehr als 20 Löschflugzeuge sind im Einsatz. Wegen günstigerer Wetterbedingungen macht die Feuerwehr Fortschritte bei der Brandbekämpfung.

Der Waldbrand war am Donnerstag ausgebrochen – vermutlich, weil eine Stromleitung herabgefallen war. Mindestens zwölf Menschen starben, unter ihnen waren nach vorläufigen Behördenangaben auch Ausländer. Sie wurden von den Flammen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen. Es wird vermutet, dass es sich größtenteils um britische und belgische Staatsbürger sowie einen Spanier handelt.

Feuerwehr kann direkt gegen den Brand vorgehen

Hoffnung macht der Feuerwehr, dass sie nun erstmals direkt gegen die Flammen vorgehen kann. Das teilte der Chef der Rettungsdienste in der Region Andalusien, Antonio Sanz, mit. Zuvor hätten sie sich darauf konzentrieren müssen, eine Ausbreitung auf dichter besiedelte Küstenorte zu verhindern. Der Brand sei weiterhin unberechenbar.

Der Präsidentschaftsminister der Zentralregierung, Félix Bolaños, sagte am Einsatzleitstand, Teile des Feuers seien bereits nahezu stabilisiert, die Lage bleibe aber in einigen Abschnitten schwierig. Die Flammen haben bisher bereits 6.600 Hektar Wald- und Buschfläche zerstört, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete.

Merz „bestürzt“

Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte erschüttert auf die Todesfälle bei dem Waldbrand. „Die Nachrichten über die Feuerkatastrophe in Andalusien sind bestürzend“, erklärte Merz im Onlinedienst X. Er habe dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez seine Anteilnahme ausgesprochen und hoffe, dass die vielen Verletzten und Angehörigen der Opfer „Trost finden“.

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