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Startseite»Nachrichten»Frau von Baum erschlagen: Unwetter richten schwere Verwüstungen im Westen an
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Frau von Baum erschlagen: Unwetter richten schwere Verwüstungen im Westen an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 20, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Frau von Baum erschlagenUnwetter richten schwere Verwüstungen im Westen an

In Höhr-Grenzhausen sind mehrere Häuser nicht mehr bewohnbar. (Foto: dpa)

Unwetter ziehen am späten Abend über Teile Deutschlands hinweg. Am schlimmsten trifft es den Norden von Rheinland-Pfalz. Eine Frau stirbt durch einen umgestürzten Baum, eine weitere wird schwer verletzt. Im Westerwald reißt der Sturm Wände aus Wohngebäuden.

Abgedeckte Dächer, herausgebrochene Hauswände, Stromausfälle und zahlreiche umgestürzte Bäume: Über den Norden von Rheinland-Pfalz sind am Abend schwere Unwetter mit Starkregen und Sturmböen hinweggezogen. Das Ausmaß der Schäden ließ sich zunächst nur erahnen. 

In der Vulkaneifel im Bereich der Polizeidirektion Mayen traf ein entwurzelter Baum zwei Frauen, die bei einer überdachten Sitzgruppe Schutz gesucht hatten. Eine 47-Jährige hat nach Informationen des SWR schwer verletzt überlebt, ihre 58-jährige Begleiterin starb im Krankenhaus.

In Höhr-Grenzhausen im Westerwald riss der Sturm Wände aus Häusern. Mindestens zwei Bauwerke seien betroffen, sagte ein Reporter vor Ort. Es gab Schäden durch abstürzende Fassadenteile und umherfliegende Gegenstände. Auf Bildern ist ein Gebäude zu sehen, auf dem die Fassade der oberen zwei Geschosse komplett weggebrochen ist. Überall seien Bäume umgestürzt, berichtete der Reporter weiter. In der Gemeinde Bannberscheid im Westerwaldkreis wurden Teile der Fassade der Aubachhalle weggeweht. Zudem fiel vor Ort großflächig der Strom aus. 

„Wir sind noch dabei, uns einen Überblick über die Lage zu verschaffen“, sagte eine Polizeisprecherin in Montabaur. Noch sei das ganze Ausmaß der Schäden nicht absehbar. Vom Polizeipräsidium Koblenz hieß es, es gebe flächendeckend umgestürzte Bäume und Sturmschäden an Bauwerken.

Flächendeckende Stromausfälle im Westerwaldkreis

Auch im Westerwaldkreis gab es zahlreiche Einsätze. Die Kreisverwaltung sprach von mehreren beschädigten Gebäuden, außerdem gebe es flächendeckende Stromausfälle. Am späten Abend arbeiteten die Kräfte über 100 Einsatzstelle ab. Besonders betroffen seien etliche Verbandsgemeinden besonders im unteren Teil des Westerwaldkreises. „Feuerwehren und weitere Hilfsorganisationen sind mit umfangreichen Kräften im Einsatz“, teilte der Kreis mit. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf der Abwehr akuter Gefahren, der Sicherung beschädigter Gebäude sowie der Unterstützung betroffener Bürgerinnen und Bürger. Die Bevölkerung werde gebeten, die betroffenen Bereiche zu meiden, Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Angaben zu verletzten Personen lägen derzeit nicht vor. 

Im Bereich des Polizeipräsidiums Trier gab es einem Sprecher zufolge mehrere umgestürzte Bäume. In Sankt Thomas im Eifelkreis Bitburg-Prüm sei ein Baum auf die Straße und die Bahngleise gefallen. Auf der A61 stürzte ein Lastwagen wegen Sturmböen um. Der Deutsche Wetterdienst hatte am Abend vor schweren Unwettern vor allem im Norden von Rheinland-Pfalz gewarnt.

Mehrere Häuser in Hessen unbewohnbar

Auch etwas weiter im Osten waren die Rettungskräfte wegen Regen und Sturm im Dauereinsatz. In Hessen wurden zahlreiche Häuser beschädigt. In Wetzlar waren der Feuerwehr zufolge rund 60 Häuser betroffen. Die Schäden reichen demnach von einzelnen fehlenden Dachziegeln bis hin zu einer totalen Dachabdeckung. Teilweise seien Dachteile bis zu 100 Meter weit geflogen. Laut Polizei sind auch Häuser in Solms betroffen. Die Stadt liegt wie Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis. Mutmaßlich sei eine Windhose für die Zerstörung verantwortlich, sagte ein Sprecher. Teilweise seien komplette Dachstühle angehoben worden und einige Häuser unbewohnbar.

In Laubach im Landkreis Gießen beschädigte ein umstürzender Baum einen Gastank in einem Wohnhaus. Gas trat aus, ein Feuerwehreinsatz lief am frühen Morgen noch. Der Tank soll abgepumpt werden. Gefahr für die Bevölkerung bestehe zwar keine, erklärte ein Polizeisprecher. Dennoch sei der Bereich im Umkreis von 200 Metern geräumt worden. Die Anwohnerinnen und Anwohner seien für den Zeitraum der Arbeiten in ein Gemeinschaftshaus gebracht worden.

Umgestürzte Bäume auch in Thüringen und Franken

Weitere Warnungen hatte es für mehrere Regionen in Thüringen gegeben. Vor allem im Süden des Landes mussten die Rettungskräfte wegen umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller ausrücken. Laut einem Polizeisprecher im Lagezentrum wurden auch mehrere geparkte Autos von Bäumen getroffen, verletzt wurde aber offenbar niemand.

In Bayern war vor allem die Region Unterfranken betroffen. Auch hier fielen laut einem Sprecher der Polizei zahlreiche Bäume um und stürzten auf Straßen sowie Autos. Auch ein parkender Wohnwagen wurde demnach von einem Baum getroffen. Menschen kamen den Angaben zufolge dabei nicht zu Schaden.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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