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Startseite»Nachrichten»Freud und Leid durch Hochbetagte: Japans Hundertjährige durchbrechen Schallmauer
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Freud und Leid durch Hochbetagte: Japans Hundertjährige durchbrechen Schallmauer

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Freud und Leid durch HochbetagteJapans Hundertjährige durchbrechen Schallmauer

1963 wurden in Japan gerade einmal 153 Hundertjährige gezählt. (Foto: picture alliance / dpa)

Ein höheres Lebensalter wird als Ausweis einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung gewertet. Demnach müsste kaum ein Land sich so positiv entwickeln wie Japan. Dort werden erstmals 100.000 Hundertjährige gezählt. Die Bevölkerung schrumpft dennoch – und zwar massiv.

In Japan ist die Zahl der Hundertjährigen erstmals über die Rekordmarke von 100.000 Menschen gestiegen. Insgesamt 107.677 Menschen im Alter von 100 oder mehr Jahren zählt die nach Deutschland viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt inzwischen. Das seien 7914 Menschen mehr als ein Jahr zuvor, gab das Gesundheitsministerium in Tokio bekannt. „Wir freuen uns, dass viele Menschen dank der Fortschritte in der Medizintechnik länger leben und aktiv bleiben“, sagte Gesundheitsminister Kenichiro Ueno vor der Presse.

Die Zahl der Hundertjährigen steigt seit nunmehr 56 Jahren jedes Jahr an. Als Japans Gesundheitsministerium 1963 mit der Statistik begann, zählte das Inselreich gerade einmal 153 Hundertjährige. 25 Jahre später waren es dann schon mehr als 10.000. Nach der jüngsten Erhebung sind rund 88 Prozent aller Hundertjährigen Frauen. In Japan leben die Menschen mit am längsten. Bei Frauen beträgt die Lebenserwartung rund 87 Jahre, bei Männern etwa 81 Jahre.

Zugleich aber schrumpft Japans Bevölkerung angesichts niedriger Geburtenraten und einer im internationalen Vergleich geringen Einwanderung im Rekordtempo: Die Zahl der Japanerinnen und Japaner sank zu Jahresbeginn erstmals seit 42 Jahren unter die Marke von 120 Millionen auf rund 119,7 Millionen Menschen. Innerhalb nur eines Jahres schrumpfte die Bevölkerung des Landes um 917.000 Einwohner – das ist etwa die Größe einer Großstadt.

Die Kosten für die soziale Sicherung in Japan steigen aufgrund der rückläufigen Geburtenrate und der alternden Bevölkerung von Jahr zu Jahr an und belasten die öffentlichen Finanzen. Und das in einem Land, das ohnehin schon die mit großem Abstand höchste Staatsverschuldung unter den Industrieländern hat.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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